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Hanna-Lisa Buchheit

 

Stonehenge um die Ecke- auf den Spuren unserer Vorfahren!

 

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Teufelssteine bei Bautzen in der Lausitz.

 

In der Lausitz findet man vielerlei Orts auffällig aneinander gereihte Steinformationen. So wie in der Nähe des kleinen Örtchen Pließkowitz bei Bauten. Dort befinden sich in unmittelbarer Nähe eines Steinbruches die sogenannten Teufelssteine. Die Besonderheit ist, dass die großen Megalithen so aufgestellt sind, dass zum Zeitpunkt der Tagundnachtgleiche Ende März, bei Sonnenaufgang, die Sonne direkt durch den Spalt zwischen den beiden großen Steinen scheint.

Die Funktionsweise gleicht hierbei anderen Himmelsbeobachtungsphänomenen wie Stonehenge, der Himmelsscheibe von Nebrea oder der Kreisgrabanlage von Goseck, um nur einige bekannte Beispiele von Sonnenobservatorien aus der Frühzeit zu nennen. Viele solcher Anlagen waren mittels Erdgräben und Holzpalisaden, aber auch aus Steinen gebaut. Diese bildeten einen Kreis, weshalb sie als Kreisgrabenanlage bezeichnet werden. Sie waren stets so konstruiert, dass bei Sonnenauf- und untergang am Tag der Sonnenwende oder der Tagundnachtgleiche, das Sonnenlicht durch einen Spalt scheint und zu einer präzisen Linie gebündelt wird.

Das Naturschauspiel der Sonnenwende und der Tagundnachtgleiche findet jeweils zwei Mal im Jahr statt. Somit ereignet sich alle drei Monate abwechseln eine Sonnenwende oder eine Tagundnachtgleiche. Die Geschehnisse markieren jeweils den astronomischen Beginn einer neuen Jahreszeit und teilen das Jahr in vier verschiedene Abschnitte ein. Das Äquinoktium, die Tagundnachtgleiche, sind die beiden Tage im Jahr an denen Tag und Nacht genau gleich lang sind. Hierbei handelt es sich um den Frühlings- bzw. Herbstanfang und sie fällt immer auf den Zeitraum zwischen dem 19. und 21. März bzw. dem 22. und 24. September.

Auf der Nordhalbkugel findet die Wintersonnenwende am 21. bzw. 22. Dezember statt. Die Sonne erreicht zur Mittagszeit ihren niedrigsten Stand am Horizont und die längste Nacht des Jahres steht bevor. Die Sommersonnenwende fällt in die Zeit zwischen dem 20 und 22 Juni. Hier erreicht die Sonne am Mittag den höchsten Punkt am Firmament und wir erleben den längsten Tag des Jahres. Sie markieren den Beginn von Sommer und Winter da. Auf der südlichen Erdhalbkugel verhält es sich genau entgegengesetzt.

Die Astronomie ist seit jeher für die Menschen von großer Bedeutung und übt eine besondere Faszination auf sie aus. Das mag auch damit zusammenhängen, dass Sterne und Mond, neben dem Feuer, die einzigen Lichtquellen waren. Die Menschen nahmen sie viel stärker wahr als wir heute.

Bereits in der Steinzeit beobachteten die Menschen die Gestirne und stellten dabei immer wiederkehrende, offenbar an die Jahreszeiten gebundene Himmelsphänomene fest. Aufgrund dieser Beobachtungen konnten sie die Wanderungen der Tierherden bestimmen und vorhersagen und frühzeitig den Einbruch des bevorstehenden Winters zu erkennen. Es ermöglichte ihnen rechtzeitig zu beginnen Vorräte anlegen und sich auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Für die Jäger und Sammler war dies ein überlebenswichtiger Faktor.

Mit der neolithischen Revolution begann ein neuer Abschnitt in der Menschheitsgeschichte. Das Neolithikum bezeichnet die Umstellung zu einer sesshaften Lebensweise, den Beginn der Landwirtschaft und des Domestizierens von Tieren. Sie begann vor etwa 12.000 Jahren im Nahen Osten und verbreitete sich von dort aus. In Europa beginnt die Jungsteinzeit, wie diese Epoche auch genannt wird, etwa 6500 v. Chr., also erst vor 8500 Jahren. Sie breitete sich vom Balkan her an der Mittelmeerküste aus, und ab etwa 5600 v. Chr. an der Donau entlang und verbreitete sich von dort aus in Mitteleuropa.

Das bäuerliche Leben war im besonderen Maße geprägt von den Kreisläufen der Natur. Die Bauern schenkten dem Wetter und dem Lauf der Jahreszeiten sehr große Aufmerksamkeit, da ihre Lebensgrundlage, Ernte und Vieh, davon abhing. Um die jahreszeitlichen Züge zu erkennen, beobachteten sie den Lauf der Sonne. Hier leistete die Astronomie den Menschen besondere Dienste und hatte einen hohen Stellenwert, was die zahlreichen Funde von Sonnenobservatorien aus dieser Zeit belegen. Die ersten Funde jungsteinzeitlicher Kreisgrabenanlagen finden sich ab 5500 v. Chr., ab 4900 v. Chr. waren sie in Mitteleuropa weit verbreitet.

Die Konstruktionen dienten den Menschen als eine frühe Form des Kalenders, mit dessen Hilfe das Jahr in verschiedene Abschnitte eingeteilt werden konnte. Es ist anzunehmen, dass die Bauern dies nutzten, um den Zeitpunkt für Saat und Ernte besser bestimmen zu können. Die frühen Europäer nutzen den Kalender als Orientierung und zur Organisation ihres alltäglichen Lebens.

Die Daten der Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen wurden zu wichtigen Ereignissen im kulturellen und religiösen Leben der Menschen. Um sie herum entwickelten sich Rituale und Mythen und sie waren bis in die Keltisch- Germanische Zeit von Bedeutung.

Bei näherer Betrachtung finden sich die vier astronomischen Eckdaten als Feiertage auch heute noch bei uns.

Im Skandinavischen Raum und Baltikum hat sich die Tradition erhalten zu „Mittsommer“, dem längsten Tag im Jahr, ein Feuer zu entzünden und mit Familie und Freunden zu feiern. Nach Weihnachten zählt dieser Brauch zu den wichtigsten Festen im Jahr. Im Zuge der Christianisierung wurden viele ursprüngliche Feste in ein christliches Gewand gehüllt. Heidnisches Brauchtum wurde in christliches umgewandelt. So auch das Mittsommerfest, das die Kirche Johannis dem Täufer zuschrieb. Nach wie vor ist es in vielen Regionen Mitteleuropas verbreitet, ein Johannisfeuer zu entfachen. Ähnlich verhält es sich mit dem Weihnachtsfest, was kurz nach der Wintersonnenwende stattfindet. Das Julfest, das wahrscheinlich germanischen Ursprungs ist, wurde zu Mittwinter gefeiert.

Auch das Osterfest, was in vorchristlicher Zeit ein Frühlings- und Fruchtbarkeitsfest war, orientiert sich an der Tagundnachtgleiche im März. Stets wird es am ersten Sonntag nach dem Vollmond   nach dem Astronomischen Frühlingsanfang gefeiert.

                                                                                                                                                                      

Das Erntedankfest der Katholischen Kirche findet nahe des Zeitpunktes der Tagundnachtgleiche im Herbst statt. Das keltische Erntedankfest Mabon wurde einst zu diesem Zeitpunkt begangen.

In der Lausitz widmet sich die Projektgruppe „Götterhand“ seit einigen Jahren dem Erkunden frühzeitlicher Steinkonstruktionen. Sie konnten zahlreiche Plätze mit Megalithen ausfindig machen, an denen sich ähnliche Sonnenphänomene beobachten lassen wie bei den Teufelssteinen. Doch sind die Steine noch weitgehend unerforscht. Wann und von welcher Kultur die Gebilde genau erschaffen wurden, ist noch nicht geklärt.

Allerdings werden sie zu einem immer bekannter und beliebter werdenden Ausflugsziel für Touristen.

 

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