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Clarissa Marchesan
Diagnose: Hochbegabt!

Bevor wir oder unsere Kinder die Diagnose hochbegabt erhalten, haben wir möglicherweise bereits
einen ziemlich langen Leidensweg hinter uns.

Wenn dem eigenen Umfeld oder einem selbst nicht bekannt ist, um was es sich bei einer
Hochbegabung handelt, so kann es vorkommen, dass man in der Schule, in dem eigenen
Freundeskreis und selbst von den eigenen Eltern vermittelt bekommt, dass etwas nicht mit einem
stimmt, man also nicht in Ordnung ist. Dies kann dazu führen, dass dieser junge Mensch das
Vertrauen in sich verliert, und somit das eigene Selbstbild stark darunter leidet. Ein glückliches Kind
kann zu einem unglücklichen Erwachsenen werden, daher ist es von äußerst großer Bedeutung zu
verstehen, um was es sich bei einer Hochbegabung tatsächlich handelt.


Worüber sprechen wir, wenn wir über Hochbegabung reden?


Zunächst müssen wir klar und eindeutig darstellen, dass Hochbegabung nicht gleich Hochbegabung
ist. So unterscheiden sich die hochbegabten Menschen nicht zwingend nur in der Ausprägung ihrer
intellektuellen Begabungen, sondern im Besonderen in den Bereichen ihrer Hochbegabung.
Wir können folgende vier Kategorien aufstellen:
+ Allgemeine intellektuelle Begabungen (z. B. Nobelpreisträger)
+ Musisch-künstlerische Begabungen (z. B. berühmte Musiker)
+ Soziale Begabungen (z. B. Personen wie Albert Schweitzer)
+ Psychomotorische Begabungen (z. B. Sportprofis)

Was ist eine intellektuelle Hochbegabung?


Hochbegabung ist eine besonders hohe Ausprägung von Intelligenz, die sich durch eine sehr hohe
Denk- und Problemlösefähigkeit auszeichnet. Hochbegabte Menschen verfügen über eine schnelle
Lernfähigkeit und ein sehr gutes Gedächtnis. Im Vergleich mit durchschnittlich begabten Menschen
verfügen sie über eine überdurchschnittliche Kapazität in der Informationsaufnahme und
-verarbeitung. Hochbegabte Menschen denken oft anders als andere: abstrakter, schneller, weiter,
kreativer. Dies ist im Alltag nicht immer förderlich und so werden hochbegabte Menschen manchmal
zu Sonderlingen abgestempelt. Leicht rutschen sie damit in eine Aussenseiterposition. Sie fühlen sich
ausgegrenzt, missverstanden und allein.


Was sind Anzeichen für eine Hochbegabung?


+ Ungewöhnlich großer Wortschatz
+ Ausgeprägter Sinn für Humor und Ironie
+ Hohe Merkfähigkeit
+ Geringes Schlafbedürfnis
+ Schnelles Durchschauen von Ursache-und Wirkungsbeziehungen
+ Problemloses Erkennen von Prinzipien
+ Gute Beobachtungsgabe
+ Kritisches Denken unabhängig und wertend
+ Routineaufgaben langweilen
+ Hohe Sozialkompetenz
+ Ausgeprägtes Moralbewusstsein
+ Grundsätzliche Ablehnung körperlicher Gewalt


Diese aufgezählten Merkmale sind lediglich eine Teilauswahl möglicher Anzeichen für eine
Hochbegabung.


Wie ich von meiner eigenen Hochbegabung erfuhr:


Als ich Anfang zwanzig gewesen bin, habe ich zum ersten Mal von einem Freund mitgeteilt
bekommen, dass ich hochbegabt sein könnte, ich konnte es gar nicht glauben, dass gerade ich
hochbegabt sein sollte. Ich habe zwar keine schlechten Noten geschrieben, aber diese waren auch
nicht hervorragend, ich hätte auch auf das Gymnasium gehen können, entschied mich jedoch
dagegen, weil ich es mir nicht zugetraut habe.


Ich bin der Feststellung meines Freundes damals nicht weiter nachgegangen und habe mich zunächst
nicht mehr mit diesem Thema beschäftigt, da zu dieser Zeit u.a. andere Themen in meinem Leben
präsenter gewesen sind.


Nach der Geburt meiner Kinder trat das Thema der Hochbegabung wieder in mein Leben, da bei
beiden eine Hochbegabung festgestellt worden ist. Durch einen glücklichen Zufall lernten wir Holger
Schackert vom Tutorium Berlin kennen, der während der Coachings nicht nur meinen beiden
Kindern
half zu lernen mit ihrer Hochbegabung und Hochsensibilität umzugehen, sondern er stellte auch
fest,
dass ich ebenso wie meine beiden Söhne hochbegabt und
hochsensibel sei. Auch da konnte ich es,
wie beim ersten Mal nicht so recht glauben und konnte es
daher nicht gleich annehmen.

Doch nach intensiver Auseinandersetzung mit dieser Thematik konnte ich mir es eingestehen und mich
dafür lieben lernen.


Fazit:

Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen ist es mir daher nicht nur sehr wichtig, dass die Menschen, bei

denen wir eine Hochbegabung feststellen, über diese dann etwas erfahren, sondern auch dass sie ihre
Hochbegabung mit Freude annehmen und diese leben können.

Ebenso ist es mir wichtig Menschen, die viel mit Kindern zu tun haben, für das Thema Hochbegabung

zu sensibilisieren, da diese das Leben unserer Kinder essentiell prägen.


Denn jeder Mensch hat das Recht sich zu lieben und seine Gaben zu leben.

Es grüßt euch Eure

Clarissa

Über die Autorin:

Mein Motto:
Die Bühne des Lebens selber gestalten!
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