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Dr. Katharina Tempel
Belastungen reduzieren - Glücksdetektiv

Belastungen reduzieren – Bedürfnisse wahrnehmen: eine Ankündigung in eigener Sache!

Quizfrage: Was ist eine der wichtigsten Lektionen, die wir alle lernen müssen, wenn wir ein glückliches und erfülltes Leben führen wollen?

Es geht ums Thema Selbstliebe, nämlich darum, auf uns selbst achtzugeben, unsere Bedürfnisse wichtig zu nehmen und uns selbst an erste Stelle zu setzen.

Aber was tun wir stattdessen?

Belastungen reduzieren - GlücksdetektivWir schuften uns zugrunde, wir opfern uns für andere auf, wir machen es allen Recht und vergessen am Ende doch immer nur eine Person: uns selbst!

Obwohl wir es eigentlich besser wissen, fällt es doch so unendlich schwer, danach zu leben.

Denn im Alltag erscheint uns alles andere viel wichtiger. Wir haben schließlich Verpflichtungen. Wir haben Erwartungen zu erfüllen und Deadlines einzuhalten.

Und weil es unmöglich ist, immer alles unter einen Hut zu bringen, sparen wir eben an der einen Stelle, die uns entbehrlich erscheint: unserer eigenen Zufriedenheit und Gesundheit.

Obwohl sie das Wichtigste überhaupt ist!!!

Und so läuft es hunderttausendmal jeden Tag.

Und niemand ist davor gefeit.

Ich selbst bin da keine Ausnahme.

Obwohl ich all diese Dinge weiß, obwohl ich dir von all diesen Dingen erzähle… In den letzten Wochen habe auch ich nicht danach gelebt.

Wieso es dazugekommen ist und welche Konsequenzen ich daraus gezogen habe, möchte ich dir jetzt erklären.

Meine Doppelbelastung

Falls du es bisher noch nicht wusstest: ich betreibe den Glücksdetektiv nur halbtags. Parallel dazu schreibe ich eine Doktorarbeit in Positiver Psychologie. Das geht nun schon seit über drei Jahren so und auch wenn es viel Arbeit ist, war ich bislang damit zufrieden, weil ich beides sehr gerne tue.

Belastungen reduzieren - GlücksdetektivJetzt stecke ich allerdings in den letzten Zügen meiner Doktorarbeit und der Druck wird zunehmend größer.

Da ist zum einen der Berg an Arbeiten, die noch erledigt werden müssen und zum anderen die Deadline, die ich einhalten möchte, und die unaufhaltsam näher rückt. Gewürzt wird das Ganze von einer riesen Menge hoher Ansprüche, die ich an mich selbst und die Qualität meiner Arbeit stelle.

Dazu kommt natürlich meine Tätigkeit für den Glücksdetektiv, die ich über alles liebe, die aber auch sehr zeitintensiv ist.

Diese Doppelbelastung hat in den letzten Monaten zu durchgängigen 9-Stunden Tagen geführt. Oft muss ich auch am Wochenende noch mal an die Arbeit.

Freizeit gibt es wenig.

Zeit für mich so gut wie gar nicht.

Und wann immer ich doch mal nichts mache ist da sofort das schlechte Gewissen, weil es doch eigentlich noch so viel zu tun gibt.

Ich schreibe dir das so offen und ehrlich, weil ich sicher bin, dass du diese Situation auch nur zu gut kennst. Vielleicht nicht mit Doktorarbeit und Glücksdetektiv ⯑ aber mit Haushalt und Kindern, mit Arbeit und Beziehung, mit Krankheit und Pflege oder was auch immer.

Und es ist ja nicht nur das Problem der fehlenden Zeit, um das es hier geht.

Viel schwerwiegender sind die zunehmenden Sorgen und Gedanken an all die Verpflichtungen, die uns auch in den wenigen freien Minuten nicht mehr zur Ruhe kommen lassen.

Belastungen reduzieren - GlücksdetektivUnd dann passiert, was ich dir immer erzähle: wir werden krank, bekommen Schlaf- oder Konzentrationsstörungen, psychosomatische Beschwerden und und und.

So geschehen bei mir in den letzten Wochen: ich schlafe nicht mehr gut, weil ich abends nicht zur Ruhe finden und morgens noch vor dem Weckerklingeln wachwerde. Und nach vielen Jahren robuster Gesundheit bin ich in der letzten Zeit wieder häufiger krank geworden.

Kurzum: mich plagen all diese typischen Symptome, die auftreten, wann immer wir nur noch funktionieren und aufgehört zu haben, auf unsere eigenen Bedürfnisse zu achten.

Aber damit ist jetzt Schluss!

Mein Handlungsplan

Ich habe erkannt, was ich mir da antue und ich weiß, dass es nur noch schlimmer werden wird, wenn ich nichts daran ändere. Nur noch ein paar Monate weiter durchhalten ist KEINE Lösung. Denn es gibt hunderttausend Dinge, die in diesen paar Monaten noch passieren können: Burnout, Depressionen, persönliche Krisen, Krankheiten, Unglück

Du kennst sie auch. Vielleicht durch diesen Blog, wahrscheinlicher aber aus deiner persönlichen Erfahrung. Deswegen wirst du sicher verstehen, dass ich diese negativen Konsequenzen um jeden Preis verhindern möchte.

Ich möchte mein Leben wieder mehr genießen.

Belastungen reduzieren - GlücksdetektivIch möchte wieder bewusster, befreiter und glücklicher sein. Ich möchte nicht mehr so von negativen Gedanken belastet sein und selbst wieder die oberste Priorität in meinem Leben werden.

Und das geht nur, wenn ich meine Verpflichtungen vorübergehend etwas reduziere. Mehr noch, ich muss eine klare Priorität setzen, um mich nicht länger zwischen allen Stühlen zerrissen zu fühlen.

Und das habe ich gemacht.

Herausgekommen ist dabei das folgende:

  • Ich habe mich entschieden, meinen Fokus für die nächsten zwei Monate auf die Fertigstellung meiner Doktorarbeit zu richten. Denn je eher ich diese Arbeit beende, desto früher hört die Doppelbelastung auf und desto schneller kann ich mich Vollzeit dem Glücksdetektiv widmen. Und dort schlägt mein Herz.
  • Das bedeutet, dass ich einen Großteil meiner Arbeitszeit von nun an für die Doktorarbeit aufwenden werde und mein Engagement für den Glücksdetektiv zurücktreten wird.
  • Konkret heißt das, dass all meine Projektideen und Vorhaben für den Glücksdetektiv bis zur Abgabe der Doktorarbeit ruhen werden. Es bedeutet auch, dass es von nun an bis Ende September nur noch alle zwei Wochen einen neuen Blogbeitrag geben wird und ich (zumindest auf YouTube) nicht mehr auf alle Kommentare antworten werde.

Für mich ist das eine große Herausforderung, weil ich meine Arbeit als Glücksdetektiv liebe.

Gedanken, die mich zurückgehalten haben

Viel schwieriger ist es jedoch, gegen die ganzen Glaubenssätze anzukämpfen, die sich in meinem Kopf breitgemacht haben.

Z.B. die Angst, dass ich dich verärgern könnte, wenn ich nicht mehr einmal pro Woche einen neuen Beitrag bringe. Wenn ich darüber nachdenke, ist das Unsinn. Ich bin sicher, du verstehst meine Motive und wirst es mir nicht übelnehmen, dass ich so handele, wie ich es dir auch immer empfehle.

Und du weißt ja, dass ich zurückkomme und dann freier und motivierter denn je dafür arbeiten werde, dass wir alle glücklicher und erfüllter leben können. Ich habe noch so viel vor….

Belastungen reduzieren - GlücksdetektivAber meine Angst vor schwindender Leserschaft ist nicht das einzige, das mich bisher davon abgehalten hat kürzer zu treten. Ich habe schon wieder geglaubt, dass ich das alles schaffen müsste.

Ich habe geglaubt, dass der Stress, den ich jetzt empfinde, meine erzielten Erfolge wertvoller macht. Als ob es unangenehm sein müsste, wenn es um etwas Wichtiges geht…

Und ich habe geglaubt, dass es irgendwie meinen Wert als Person unter Beweis stellt, wenn ich über Monate hinweg schufte, um allen Verpflichtungen nachzukommen.

Schwachsinn!

Und die Art von Unsinn, die uns bewusst oder unbewusst davon abhält, uns selbst an erste Stelle zu setzen.

Ich kann noch immer frei wählen, wie ich leben möchte.

Ich habe mich aus freien Stücken dafür entschieden, eine Doktorarbeit zu beginnen und ich hatte bis hierhin Spaß daran. Diese Freude hole ich mir jetzt wieder zurück, indem ich:

  • wieder mehr auf mich achten werde
  • mich glasklar entschieden habe, wo mein Fokus von nun an liegen wird
  • aufhöre mir selbst Ärger und gedanklichen Stress zu machen und
  • für regelmäßige Entspannung und Ausgleich sorge

Und alleine durch diese Erkenntnis und meinen konkreten Handlungsplan fühle ich mich schon so viel besser und befreiter!

Jetzt weißt du Bescheid, dass es auf dem Glücksdetektiv vorübergehend ruhiger zugehen wird. Du weißt aber auch, dass ich bald mit vollem Elan zurückkehre, weil mein Herz zu 100% für den Glücksdetektiv schlägt und ich es kaum erwarten kann, mit dir gemeinsam an weiteren Ideen und Projekten zu feilen, um unser aller Leben zu verbessern.

Ich hoffe, ich konnte dich mit diesem Erfahrungsbericht daran erinnern, dass die Theorie wenig wert ist, wenn wir nicht auch ins Handeln kommen.

Du kannst noch so viel wissen… Wenn sich etwas ändern soll, musst du aktiv etwas dafür tun.

Und vielleicht hast du durch meine Geschichte ja eine Anregung bekommen, wie du auch dich in deinem Leben wieder zur obersten Priorität machen kannst. Wenn ja, hinterlass mir doch einen Kommentar.

Erstveröffentlichung am 11.07.2016 auf www.gluecksdetektiv.de