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Besser mit NLP

Dein 11 Schritte MotivationsturboMit NLP zu mehr Tatendrang und Erfolg

MOTIVATION – das Wort schreibt sich einfach so auf das Blatt Papier oder in diesem Falle tippt es sich mit zehn Klicks in den Computer. Wahrscheinlich bist auch Du einer, der Strategien haben will, Dich ganz bequem und bei Bedarf zu motivieren. Oder noch besser: jemand Anderen in Aktion bringen, der Dich motivieren soll. Und genau da nimmt das grosse Missverständnis bereits seinen Anfang …

Wenn Du erwartest, dass etwas oder jemand Dich motivieren soll, dann wird das erstmal gar nix. Am Anfang steht wieder, wie so oft im Modell von NLP (und in Deinem Kopf), eine Veränderung Deiner veralteten Glaubenssätze. Der erste Schritt zu Deiner Motivation liegt im Glauben begründet, dass nur Du alleine Dich motivieren kannst, wenn Du etwas erreichen willst.

Tagträumen hilft Dir zur Passivität

Wie oft spürst Du eigentlich beim Tagträumen über die Möglichkeiten und Träume in Deinem Leben ein Kribbeln in Deinem Körper? Wie oft könntest Du dann für Dich selbst denken: „Was, Heureka, das ist ja eine gute Idee, das probiere ich einfach mal aus!“ Und wie oft in Deinem Leben klagst Du dann, daß niemand Dir hilft, Dich zu motivieren – und alles bleibt wieder einmal beim Alten.

 

Ich lese gerade in Johann Wolfgang von Goethes Roman Dichtung und Wahrheit. Er spricht anerkennend von Georg Büchner und über dessen Roman Dantons Tod. Goethe verehrt Büchner – und wer kennt heute überhaupt noch Büchner? Wer liest seine Bücher? Im Jahre 1835 hatte Büchner seine Theorien zum Scheitern der französischen Revolution publiziert und als Konsequenz davon zur Aktion aufgerufen.

Sein Motto: „Friede den Hütten, Tod den Palästen!“ sorgte für Unruhe unter den Obrigen. Allerdings nur bei diesen. Seine Schriften wurden auf den Index gesetzt, er wurde steckbrieflich gesucht und musste nach Strassburg fliehen. Bis auf einige wenige Ausnahmen seiner gesteuerten Umtriebigkeit gelang es ihm allerdings nicht, den Funken der Aktion zu zünden, der als gesellschaftliche Revolution auf größere Kreise übergesprungen wäre. Er hat mit seinen Aktionen die Geschichte nicht verändert. Heute wird Büchner nur noch „historisch anerkennend“ zitiert.


Freier Willen – freie Wahl

Dieses Phänomen beschäftigt mich. Natürlich wende ich all jene kleinen Tricks und Kniffe und Techniken,  selbst an, über die ich hier schreibe. Ich frage mich jedoch, ob es mir gelingt, den Funken der Experimentierfreudigkeit heute auch bei Dir überspringen zu lassen und Dich zur Aktion zu motivieren. Wie schön wäre es doch für den Lauf der Welt, wenn Du, der das Offensichtliche in diesen Zeilen liest, durch zwangsläufige Aktion zu Deinem unvermeidbaren Seelenheil gezwungen wärest.

Doch so ist es eben nicht vom Universum vorgesehen. Die Schöpfung hat uns den „freien Willen“ mit auf den Weg gegeben. Du kannst wählen. Aktion oder nicht. Vor diese Wahl gestellt, wählen die meisten Menschen die relative Bequemlichkeit des dauernden kleinen Leidens vor der Unbequemlichkeit eines entfernteren großen Glücks. Das war durch den Weltenlauf zu allen Zeiten so. Und das öffnet der Manipulation Tür und Tor.

Der Staat, die Kirche, die Unternehmen, alle haben sie diesen Mechanismus durchschaut. Da ist keine große Verschwörung im Gange. Das Angebot, Dich nicht verändern zu müssen, das Angebot ohne grossen Aufwand ein riesiges Ergebnis zu haben, das ist der Hebel, den sie alle nutzen.

Das Resultat ist Gleichheit, eben nur zu schlechteren Konditionen, als es durch angstbesetzte und unbequeme Veränderung ermöglicht würde. Das ist das Grundprinzip der sogenannten Ausbeutung in underer Gesellschaft. Die meisten Menschen wählen die bequeme Option – und klagen, gegen eben die Ausbeutung durch wen auch immer.

Dabei gäbe es jede Menge an Optionen, die allerdings der unbequemere Ausweg aus dem Dilemma wären. Dann schon lieber klagen. Jede Manipulation und jede Ausbeutung hat zwei Seiten. Die eine, die manipuliert und ausbeutet und die andere, die sich manipulieren und ausbeuten lässt. Ändert einer von beiden seine Strategien, funktioniert das gesamte System nicht mehr.

Doch genug des Predigens: Es geht um Motivation, also genau in die Richtung der Veränderung. Ich lasse den nötigen Aspekt der Selbstdisziplin aussen vor. Dazu gibt es eine eigene, sehr ausführliche Artikelserie. Im Modell von NLP gibt es eine Menge an Techniken, Deine Motivation einzuschalten und zu verstärken. Das hast Du erfahren, wenn Du am NLP Practitioner teilgenommen hast. Hier jedoch gehen wir erst einmal einen Schritt zurück.


Motivation: Zwei unterschiedliche Strategieansätze

Motivation kannst Du aus zwei internen Strategien beziehen. Entweder Du verstärkst die Schmerzen, die mit dem NICHT-ausführen einer Aktion verbunden sind, so stark, dass Du Dich schließlich bewegst. DAS nennt man im NLP eine „moving away“ Strategie. Ein sehr großer Anteil unserer Bevölkerung zieht es vor, bewusst oder unbewusst in diesem Zustand zu leben.

Willst Du einige Beispiele: Stehst Du in letzter Minute auf, bevor Du zu spät zur Arbeit kommst? Zögerst Du die fällige Arbeit so lange hinaus, bis fast keine Zeit mehr bleibt? Ziehst Du so lange am Glimmstengel, bis der Husten (oder Schlimmeres) kommt? All das sind „moving away“ Strategien auf der Basis verstärkter Schmerzen, die Du aus dem Alltag kennst.

Ich persönlich ziehe es vor, mein Leben angenehmer zu gestalten. Ich verbinde einfach meine gewünschten und gewollten Handlungen mit so vielen angenehmen Gefühlen, daß mich der Staubsauger der guten Gefühle wie von selbst in die richtige Richtung zieht. Und das ist eben in jene, die ich erreichen will. Das nennt man im NLP eine „moving towards“ Strategie.

Wenn ich die Wahl hätte, bei Dir nur eine NLP Erkenntnis zur Umsetzung zu bringen, dann würde ich diese wählen. Sie nimmt aus diesem Grund auch einen großen Raum im NLP Practitioner ein.


Die Definition von Motivation:

Motivation ist eine intern ablaufende Strategie, die über die Gestaltung positiv besetzter Repräsentationen (vis, aud, kin), zusammen mit nützlichen Glaubenssätzen und hilfreichen Einsichten und den daraus resultierenden  guten Gefühlen das Erreichen eines Zieles sehr wahrscheinlich macht.

Es geht also darum (jetzt in einfachen Worten), einen „erinnernden Automatismus“ zu schaffen, der DICH jedes Mal, wenn eine Aktion ansteht, die Dich einem Ziel näherbringt, mit guten Gefühlen bombardiert. Hört sich doch erstmal gut an: Ziele erreichen, dabei automatisch immer mehr gute Gefühle, das will man doch, oder?

Vor den Erfolg haben aber die Götter den Schweiß gesetzt. Arbeit, Tun, ACT ON IT. Die einzelnen Techniken findest Du in den Grundtechniken des NLP, oder natürlich imNLP Practitioner. Lass uns doch, in bester NLP Manier, schrittweise eine Motivationsstrategie zusammenbasteln:


Die einfache 11 Schritte Motivationsstrategie

  1. Nimm Dir ein Ziel vor, das Dir wichtig ist und prüfe es auf die Realisierbarkeit.
  2. Stell Dir vor, Du hättest dieses Ziel bereits erreicht.
    Bleibe dabei dissoziiert (sieh Dich in der Situation von aussen).
  3. Was siehst Du? (VISuell dissoziiert) Beschreibe, was Du siehst.
  4. Verstärke die Submodalitäten (bunter, grösser, näher…) und ankere die Verstärkung 
  5. Was hörst Du? (AKustisch), Beschreibe, was Du hörst, verstärke und ankere auf den Verstärkungsanker.
  6. Was fühlst Du? (KINästhetisch) Beschreibe, was Du fühlst, verstärke und addiere das Resultat auf den Verstärkungsanker.
  7. Löse den Anker aus und verstärke das resultierende Gefühl. Mache es immer stärker, bis Du glaubst, das Gefühl nicht mehr aushalten zu können.
  8. Während Du Dir Dein Ziel erneut vorstellst, assoziiere Dich (sieh die Situation wie durch Deine eigenen Augen), und löse den Verstärkungsanker erneut aus.
  9. Denke an die nächste, zuerst anstehende Handlung, um Dein Ziel erreichen zu können.
  10. LÖSE DEINEN ANKER AUS
  11. ACT ON IT….:-))

Klingt das für den Anfang zu kompliziert? Ist es nicht. Probiere es einfach einmal  aus. Du kannst nichts falsch dabei machen, nur lernen. Am Besten ist es, wenn Du mit einem guten Freund oder deiner Partnerin übst. Damit erschafft Ihr euch beide eine einfache und sehr wirksame Motivationsstrategie. Wenn Du schon etwas fortgeschritten in der Anwendung von NLP bist, kannst Du jeden der Schritte für Dich selbst immer noch weiter optimieren und ausbauen.


Copy and Paste

Wenn Du eine funktionierende Motivationsstrategie auf einem oder mehreren anderen Gebieten hast, kannst Du sie zerlegen und die „Killerkomponenten“ in Deine Strategie einbauen. So verstärkst Du mit zunehmenden NLP Fähigkeiten Deine Strategie und bleibst am Ball. Noch eine Erkenntnis: Alleine das Lesen dieses Artikels und die Beschäftigung mit dem Thema Motivation wird Dich motivieren. So beisst sich also die Katze in den Schwanz und das kann Dir ausnahmsweise sogar recht sein.

Falls Du eine bewährte Motivationsstrategie lernen und Dir ins Unbewusste einprogrammieren lassen willst, kann ich Dir die Produktion „Automatische Motivation – Dauerhaft durchhalten und mühelos Ziele erreichen“ von mir empfehlen!

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Was ist NLP? Hier erfährst Du mehr.

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Erstveröffentlichung am 06.11.2016 auf www.kikidan.com

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