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Besser mit NLP

Innehalten – Reflektieren – Freuen

Gerade die langsamen Zeiten haben ihren Wert im Leben

Was tun, wenn plötzlich die Geschwindigkeit nachlässt, in Deinem Leben? Wenn die Uhr einmal langsamer läuft? Das kann durch Ereignisse von aussen (wie zum Beispiel einen Unfall) oder von innen (wie zum Beispiel eine Krankheit) passieren. Es kann auch der Zeit selbst geschuldet sein. Im Winter, der dunklen Jahreszeit zum Beispiel, laufen Deine Uhren automatisch langsamer. Auch in der Nacht, in der Zeit zwischen 02.00 und 05.00 Uhr scheinen unsichtbare Gewichte an den Zeigern zu hängen.

Was tun? Sollst Du mehr anschieben? Sollst Du Panik bekommen? Literweise Kaffee als Turbolader trinken? Am Besten bewahrst Du erst einmal die Ruhe und nutzt die Zeit auf andere Weise.

 

Wahrnehmen: die Zeit läuft langsamer

Was immer in Deinem Leben passiert ist, plötzlich hast Du mehr Zeit. Kein Telefon läutet, keine WhastApp kommt herein, das SMS ist eingefroren und sogar Instagram, Facebook, Email, Snapchat usw. machen Pause. Ist es nicht wirklich verrückt, an wie viele Unterbrecher Du Dich gewöhnt hast? Jedes dieser kleinen Helferlein raubt Dir Lebenszeit.

 

Vielleicht erlaubst Du Dir, einmal aufmerksam zu sein und für Dich wahrzunehmen, wie viel Zeit Du über den Tag damit verplemperst. Gerade wenn es Dir körperlich wegen eines Unfalls oder einer Krankheit einmal weniger gut geht, wirst Du herausfinden, wie kostbar jede Minute sein kann, wenn Du sie bewusst lebst.

Ich finde, solche Momente sind ein sehr guter Anlass, Dich zu fragen, ob es denn all diese Ablenkungen wirklich braucht. Ist es wirklich nötig, jene einhundertfünzig Male auf Dein Smartphone zu sehen, die es ein durchschnittlicher Mensch pro Tag tut – nur um herauszufinden, dass sich wieder niemand um Dich geschert hat?

Ja klar, wenn Du all diese leeren Handlungsmuster weglässt, was bleibt dann? Von vielen Freunden weiss ich, dass sie dann in Panik verfallen. Plötzlich ist Ruhe und Leere…. ist das positiv? Die natürliche Tendenz des Menschen scheint zu sein, diese (wunderbare) Leere mit Blödsinn zu füllen.


Innehalten: lerne, mit Dir selbst zu sein

Wenn die Zeit langsamer läuft, ist das ein Appell daran, die Ruhe einfach einmal zu geniessen. Bevor es Dir von aussen passiert, werde einfach selbst aktiv. Also weg mit dem Smartphone und anderen Zeitfressern. Einfach einmal mit Dir und Deinen Gedanken alleine sein. Leg Dich ins Bett, auf die Couch oder setzte Dich in einen bequemen Sessel.

Geh in die Sauna oder in den botanischen Garten. Weiter oben im Text findest Du ein Foto des Lotosbeckens im botanischen Garten in Berlin. Dort ist es warm, die Luft riecht gut, Vögel singen wie im Frühling und ich habe dort ganze Nachmittage gesessen, als ich den Winter in Berlin verbrachte. Zeit zum Lesen, Lernen, Nachdenken genossen.


Reflektieren 1: Was ist los mit mir gerade

So, Du verbringst also gerade Zeit mit Dir. Sitzt oder liegst … und denkst nach, ohne gleich in Aktionismus zu verfallen. Das ist GUT! Das können die wenigsten Menschen in unseren Breitengraden, einfach so dasitzen und nichts zu tun. NICHT unterwegs zu grossen Zielen, NICHT die nächste Aktion schon im Kopf, NICHT Selbstdisziplin zeigen und Dich gegen Deinen erklärten Schweinehund aufzuraffen, irgend etwas zu tun. Einfach dasitzen.

Überlege Dir einmal, wie Du in diese Situation geraten bist. Wenn Krankheit dazu geführt hat: was hast Du getan, dass Du Deinen Körper veranlasst hast, mit Krankheit zu reagieren? Geniesse den Moment. Lasse die Gedanken kommen und gib ihnen Platz. Das kannst Du eine ganze Weile lang tun, solange Du in guter Laune bist.


Reflektieren 2: Was läuft gerade richtig gut

Meistens, so entspricht es zumindest meiner Erfahrung, verfällt Deine Laune ziemlich schnell, wenn Du mit Dir alleine bist. Irgendein Blödsinn, der schlechte Gefühle rechtfertigt, ist schnell zur Hand. Deshalb ist es unglaublich wichtig, den richtigen Fokus beizubehalten. Nämlich auf positivem Zeugs. Das ist gaaaanz unglaublich wichtig!

Nicht dass ich Dich dazu verleiten wollte, für Dein ganzes Leben den Fokus auf postitivem Zeugs zu halten. Wo kämen wir da hin: da würdest Du Dir ja was vormachen, KEIN Leben kann NUR positiv sein, nicht wahr. Ja, glaub nur weiter an den Weihnachtsmann – und beschränke wenigstens die Übung des positiven Fokus auf die Zeit, wenn die Zeit langsam läuft.

Wie jetzt, eine Übung? Ja, ganz einfach: denke für eine bestimmte Zeit darüber nach, was gut läuft, in Deinem Leben. Kleinigkeiten und grosse Dinge. Wenn Du willst, schreibe alles, was Du gefunden hast, auf ein Blatt Papier. Je mehr Du nachdenkst, desto mehr wirst Du finden.


Reflektieren 3: Warum bin ich glücklich?

Und dann kannst Du Dich gleich dem zweiten Teil der Aufgabe widmen. Du wirst nämlich wahrnehmen müssen, dass durch Deine Beschäftigung mit dem, was funktioniert, auch Deine Stimmung sehr viel besser werden wird. Das ist seltsam wahrzunehmen, aber eine gute Möglichkeit eine aktive Veränderung Deiner nutzlosen Glaubenssysteme vorzunehmen.

Das, was ich Dir jetzt vorschlage, ist nichts weniger als Hardcore NLP Programmierung. Frage Dich, WARUM Du gerade glücklich bist. Und finde jede Menge Gründe dafür. Gerade hast Du noch nachgedacht, was alles gut läuft, in Deinem Leben. Wunderbar, das ist doch ein Anfang. „WEIL X und Y gut laufen, bin ich gerade wirklich glücklich!“

Mit dieser Form der Selbstprogrammierung solltest Du Dich eine ganze Zeit lang beschäftigen. Du wirst herausfinden, dass je mehr Du darüber nachdenkst, warum Du gerade glücklich bist, Dir mehr und mehr einfallen wird. Plötzlich fliesst es und Du kannst mit dem Notieren gar nicht mehr aufhören. So viele gute Gründe für so viele gute Gefühle. Alles kommt einfach nur aus Dir selbst heraus, ohne dass jemand für Deine guten Gefühle verantwortlich wäre, ausser Du selbst.


Freuen: ist das Ergebnis des absolvierten Prozesses

Die beiden Übungen über Deine positiven Gedanken werden Dir helfen, schneller zu heilen. Wenn Du krank im Bett liegst und denkst positive Gedanken, verläuft Dein Heilungsprozess etwa zehnmal schneller. Ausserdem geben Dir die positiven Gedanken Ruhe und Kraft.

Geniesse also für Dich die Zeit, die Du mit Dir verbringst und mache das Allerbeste daraus. Das Rezept dazu hast Du ja jetzt. Und wenn Du schon etwas fiter im Modell von NLP oder in den Techniken der Hypnose bist, dann kannst Du ja sehr einfach die resultierenden Gefühlen noch etwas weiter verstärken.

Oder, wenn Du etwas experimentierfreudiger bist, dann kannst Du generative Techniken ausprobieren. Nach dem Motto: „Weil gerade so viel bei mir gut läuft, wird es in Zukunft noch viel besser laufen…wo genau?“

Ich wünsche Dir viel Vergnügen mit Dir selbst und wenn Du versehentlich mit den vielen guten Gefühlen über das Ziel hinausschiesst und zu viele davon hast, dann gib einfach einer wildfremden Person eine Portion davon ab. Alle Menschen brauchen gute Gefühle, viele davon. Dann wird die Welt bald anders sein.

Erstveröffentlichung am 25.12.2016 auf www.kikidan.com

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