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Clarissa Marchesan
Neulich hatte ich mich mit meinen Kindern  getroffen. Wir hatten zusammen gekocht und gegessen. Nachdem Essen saßen wir gemütlich auf dem Sofa. Wir unterhielten uns über allgemeine Dinge Was die Arbeit macht, wie die Kunstprojekte von Julian voran gehen, was die Pläne vom Joel sind und in welche Richtung er sein Studium lenkt. Es war eine Unterhaltung, in der wir uns erst einmal wieder wie immer am Anfang gegenseitig auf den neusten Stand brachten.

Dann hatte Julian uns gefragt, ob es uns denn genauso ergehe wie ihm? Er sei oft von seiner Hochsensibilität genervt. Jedes Geräusch  nervt ihn auf das Extremste. Die Menschen in der U- oder S Bahn gehen ihn auf den " Sack". Wenn er dann seine Mitbewohner in seiner WG fragt: Sagt mal, stört euch nicht auch die Baustelle mit dem krassen Kran hier neben an?", dann gucken sie ihn ganz ungläubig an und antworten: "Mensch, Digga! chill`mal ne Runde!".
Das, so erzählte Julian weiter, versteht er oft nicht. Das die Menschen um ihn herum die lauten Geräusche nicht hören und nicht wahrnehmen.
Es sei doch dann ein Segen, so Julian weiter, dass die Menschen von den Geräuschen und den Lärm nicht beeinträchtigt werden. Dann seit die Hochsensibilität doch ein echt krasses Hindernis. "Ich komme mir dann echt blöd vor, als wäre ich so ein Psycho, der nicht zur Ruhe kommen kann."

Mittlerweile bin ich froh, dass Julian seine Hochbegabung und Hochsensibilität annehmen kann, aber laut Julian, mache es das nicht einfacher. Er erzählte uns, dass er es einerseits gut finde so hochsensibel zu sein, denn das hilft ihm sehr bei seine künstlerischen Projekten. Er kann sich die Sachen super vorstellen und sie dementsprechend umsetzen. Auch Musik und Kunstwerke von anderen Künstlern kann er intensiv wahrnehmen und sich vorstellen, was der Maler gefühlt hat, was seine Intention war.

Aber die andere Seite der Medaille nerve ihn richtig.

Er stellte uns die Frage, ob es uns nicht auch so ginge. Joel meinte, dass er es vermeide mit den Öffentlichen zu fahren. " Die Menschen mit ihren langen Gesichtern und ihrem Scheindasein", mache ihn fertig. Er erträgt die Masse nicht, die Gerüche und den Lärm. Das Schlimmste sei, dass es ihn zum Teil richtig körperlich schmerze."
Er hat es für sich so geklärt, dass er dann nur noch mit dem Fahrrad fährt. Bei Wind und Wetter und egal welche Entfernung er zurücklegen müsse. Das möchte er sich nicht mehr an tun.Das sei die einzige Sache, die ihn total nervt. Alles andere versuche er zu analysieren und dann damit klarzukommen .

",Ja, aber was machst du dann?", fragte Julian.
" Ich versuche es immer mehr mit Achtsamkeit," antwortete Joel.
"Ich beobachte, was passiert da mit mir. Und wenn ich fühle, dass es mir schlecht geht, dann versuche ich die Dinge umzudrehen.
Es gelingt mir nicht immer, aber es wird immer besser. Laute und leise Geräusche gehören dann in diesem Moment dazu. Davor weg zulaufen, oder mich davon jedesmal nerven zulassen, stresst mich länger, als es einfach anzunehmen."

"Da muss ich wohl doch mal das Meditieren lernen.", antwortete Julian.
"Mir gefällt es sehr, wenn es Nacht wird. Dann habe ich das Gefühl, dass alles und jeder ruhig ist", fügte er noch abschließend hinzu.

 

 

 

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