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Joël Marchesan

Niemand läuft ohne Grund hunderte Kilometer zu Fuß durch Regen, Hitze, Hunger und Erschöpfung. Jeder Mensch, den ich auf dem Jakobsweg kennen lernte, trug sein eigenes Paket mit im Rucksack. Es waren Dinge wie Krebs, der Verlust eines Geliebten (oder sogar der ganzen Familie), der Verkauf des eigenen Unternehmens und Lebenswerkes oder eine Suche nach Sinn in einer Welt, die man zu jung ist zu verstehen. So unterschiedlich wie diese Bleigewichte im Rucksack der Pilger sind, so sind ihnen zwei elementare Dinge gemein: Es sind Löcher in den Herzen der Menschen und (ein bisschen offensichtlich, aber nicht trivial) sie sind keine greifbaren Objekte, die man auspacken und wegschmeißen kann.

Wie soll man nun bloß diese schweren Steine, die man nicht greifen kann, wegwerfen? Eine Geschichte, die mir (und vielen anderen) wieder den Glaube an Magie schenkte, war tatsächlich in der Lage ein solches Wunder zuvolbringen. 

Pawel erzählte mir, als wir zum ersten Mal zusammen liefen, von den zwei Steinen:

Auf dem Weg sollst du einen weißen und einen schwarzen Stein finden oder genauer gesagt sie finden dich. Er meinte mit seinem gespielten russischen Akzent: "You kno' vhen you find see. They com' to you, comrade!" -gut, das ist ein bisschen übertrieben, aber ungefähr so hatte er es mir erzählt. 

Der weiße Stein ist alles Gute, was dir widerfahren ist und was du in dir trägst. Dieses Symbol, was mich sofort an das Yin im Taoismus erinnerte, sollst du für immer behalten und es mit allem Guten anreichern, das dir begegnet. 

Der schwarze Stein ist im Umkehrschluss das Schlechte und das Böse, was du erfahren oder getan hattest -dein ätherisches Bleigewicht, die unberührbaren Steine im Rucksack. Diesen trägst du auch ein Weilchen mit dir, bis du alles, den ganzen Schmerz, die Fehler,  den Verstorbenen, das eigene Vermögen böse und (selbst)zerstörerisch zu sein, loslassen kannst. Erst dann kannst du diesen schwarzen Fleck auf deinem Herzen wegschmeißen; das ist nicht einfach.

Alexander Solschenizyn beschrieb dieses schmerzvolle Loslassen mit diesen Worten: "Aber der Strich, der das Gute vom Bösen trennt, durchkreuzt das Herz eines jeden Menschen. Und wer mag von seinem Herzen ein Stück vernichten?" 

 

Es war ein unangenehmer Prozess den Teil, der mich immer an mein Versagen im Studium, meine verblichenen Lieblingsmenschen und an verlorene Liebe erinnerte, zu entfernen.

Das Gefühl hässlich und unliebenswürdig zu sein, welches sich dank einer schweren Akne seit meinem 12. Lebensjahr kultivierte, der Glaube schwach und unfähig zu sein, weil ich mein Studium abbrach, und das Schuldgefühl mein Leben und Potential als Hochbegabter undankbar verschwende; das war Teil meines Lebens. Meine Handlungen richteten sich nach diesen Glaubensansätzen und diese Gewohnheiten zu lösen bedeutet einen Teil meiner Persönlichkeit zu opfern. Dazu kam die Tatsache, dass im Licht all diese "Probleme" lächerlich wirken und es keine Gloria oder Auszeichnung für dieses Opfer zur Belohnung gibt.

Meinen Stein warf ich irgendwann in irgendein Feld in der Mitte von irgendwo ;es fühlte sich an, als sei der Eissplitter in meinem Herzen geschmolzen und eine Welle der Wärme mir wieder Leben einhauchte. Ich fühlte, wie meine Seele zu heilen begann. Wie ein verängstigtes Kind in die beruhigende Umarmung seiner Mutter kam ein verlorengeglaubtes Stück von mir zu mir zurück. Dieser Moment war für jeden anderen Menschen unfassbar unbedeutend, doch dieses Irgendwann und Irgendwo waren in meiner Welt der Moment und der Ort meiner Befreiung.

Das ist für mich die Magie des Lebens. Zwei bedeutungslose Steine, eine niedliche Geschichte und ein fast kindlicher Glaube an den Sinn in solchen Dingen, das bringt plötzlich die uberührbare Last in die Realität, damit man sie loswerden kann. Magie ist das einzige Wort, das mir für einen solchen Trick in den Sinn kommt. Aus Blei wird Gold und aus zwei herumliegenden Steinen entsteht der wertvollste Schatz von allen: Freiheit seine eigene Geschichte zu wählen

 

Selbstverständlich ist die Erleuchtung und ein bedeutungsvolles Leben mehr als einen Steinwurf entfernt. Ich werde immer noch von Selbstzweifel und Gefühlen der Unzulässigkeit heimgesucht, jedoch weiß ich jetzt, dass solche Stimmungen nicht halten und meine Geschichte nicht definieren.

Es befindet sich nur noch der weiße Stein auf meinem Schreibtisch und sowas nimmt er nicht auf.

 

- Joël Marchesan

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Clarissa Marchesan
Erwartungen der Anderen erfüllen

Kommunikation

 

 

Wie in meinem Impuls heute geht es vielen Menschen. Ich habe euch in meinem Video von einer Situation berichtet, die mir noch sehr lange im Kopf blieb. Ich glaube, es war für mich ein Schlüsselerlebnis, denn da ist mir bewusst geworden, dass die Kommunikation/Interpretation auch hier einen große Rolle spielt.

Im Video wollte ein Freund mit mir wohin fahren. Er wollte mir was zeigen, was ihm sehr wichtig war. Das ist bis dahin noch kein Problem. Ich sagte ihm zu und fuhr mit. In dem Moment, wo ich ihm zusagte, fühlte ich, dass ich eigentlich gar keine Lust hatte. Mein Tag war schon sehr voll gewesen und ich war froh, zu Hause zu sein. Doch ich hatte in diesem Moment nicht darauf geachtet, was ich möchte

Im Auto war ich sehr ruhig und hing meinen Gedanken hinterher. Ich war unzufrieden und irgendwie sauer mit mir. das fühlte mein Freund und fragte mich, ob ich was habe, denn ich sage ja nichts mehr. Ich sagte ihm, dass alles in Ordnung sei. Ich wär nur ein wenig müde. Was auch stimmte, aber nicht der Hauptgrund meines Schweigens war. Wir guckten uns die Sache an, die meinem Freund wichtig war mir zu zeigen. Wir fuhren wieder zurück.

Die ganze Zeit versuchte ich meine Unlust weg zudrücken. Denn ich hatte ja nun zugesagt und bin mitgekommen. Da hilft auch kein Jammern hinter her. Ich habe mich wirklich sehr über mich geärgert, denn eigentlich hätte ich das doch wissen müssen und äussern können? Aber nein, ich reagierte, wie so oft. Ich stellte meine Bedürfnisse, mein Gefühl unter den Erwartungen meines Gegenüber.

" Wenn es dem Anderen gut geht, geht es auch mir gut!"

Die Gefahr besteht darin, dass die Menschen sich daran gewöhnen, dass man immer zur Stelle ist und für sie da ist. Wenn dem mal nicht so ist, wird mit Verwunderung oder sogar Ärgernis reagiert.

Dadurch. dass ich nicht geäussert habe, was ich gerne möchte,wusste mein Freund gar nicht, dass ich zu Hause bleiben wollte und meine Ruhe haben wollte. Hatte er es denn wirklich erwartet? Es ist wie mit der Kommunikation/ Interpretation. Es wird was gesagt, oder gefragt und ich reagiere sofort. Ich springe darauf an und interpretiere für mich: Es wird von mir erwartet, also mache ich das. Ich bediene auch da wieder meine Konditionierungen, wie so oft bei der Kommunikation  und bin meilenweit von mir entfernt.

Mittlerweile gelingt es mir immer besser, meine Bedürfnisse zu äussern und auch mal Nein! zu sagen`. Es ist sehr wichtig zu sich zu stehen und mehr achtsamer mit sich umzugehen. Es passiert nichts, wenn wir die Erwartungen, die an uns gestellt werden erfüllen. Es ist wichtig  zu klären, was möchte ich, was möchte ich nicht und das auch zu äußern.

Probiert es aus. Es macht großen Spaß sich auf die Schliche zu kommen und über sich lachen zu können.

Denn in Grunde genommen sind es die Sichtweisen, die Pespektiven, die wir einnehmen können, um

unserer Neugier auf das Leben wieder geniessen zu dürfen.

Alles Gute und viel Spaß beim Perspektivwechsel

Eure Clarissa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Clarissa Marchesan
Die Erwartungen Anderer erfüllen

Was bedeutet das?

 

Kennt ihr das Gefühl, es muß allen gut gehen? In der Familie,auf der Arbeit, bei deinen Freunden.

Es ist uns total wichtig, dass es dem Anderen gut geht, Erst dann geht es uns gut. Wir vergessen uns darüber und stellen unsere Gefühle und Bedürfnisse hinten an.

Es kann Monate, sogar Jahre dauern, bis es uns einholt und dann umschwengt.

Unser Gegenüber ist es gewohnt, dass man da ist und die Erwartungen erfült. Warum sollte es anders sein? Warum sollte sich da dann was ändern?

Mir ist es in jedem Bereich meines Lebens schon passiert. Da mein damaliger Mann eine Firma gegründet hatte, war es in unserer Beziehung selbstverständlich, dass ich den Part zu Hause hatte. Ich war für den Haushalt. für das Kochen, das Putzen ect zuständig. Für mich war es auch in Ordnung, denn meiner Familie ging es gut. Als die Firma gut lief, meine Kinder groß waren, dachte ich mir, dass ich gerne was für mich machen möchte und meinen Ideen widmen und verfolgen kann.

Es war mir irgendwie nicht möglich, meine Sachen zuverfolgen, denn mir war es in erster Linie wichtiger, dass es meiner Familie gut geht, denn dann ging es auch mir gut.

Ich wurde zunehmends ungeduldiger und unzufriedener mit meinem Leben. In der ersten Zeit wollte ich mir das nicht eingestehen, denn mir war es wichtig, dass es meinen Lieben gut geht. In solch einer Situation reagieren die Menschen unterschiedlich.

Von sich zurück ziehen, bis hin zu Krankheiten ist die Palette lang. Wenn man es nicht rechtzeitig bemerkt, dann köönen diese Sachen auf tauchen.

Was ist passiert? Ich erfülle eine Erwartung und habe nicht geäußert, was ich möchte. Eine Gewöhnung des Gegenübers tritt ein und es wird dann einfach erwartet, dass man dementsprechend reagiert. Es findet eine Anpassung statt.

Bei Hochsensiblen Hochbegabten Menschen kann diese Anpassung dann irgendwann kippen. Bei mir war es so, dass ich dann immer gedacht habe, dass mich niemand beachtet und guckt, dass es mir gut geht.

In Grunde genommen ist das Erfüllen der Ewartungen der Anderen ein Kommunikations/ Interpretation Problem. Mein Gegenüber sagt eas, oder oich denke er erwartet was, dass ich die eine oder andere Sache erfülle, und frage aber nicht nach, denn ich denke ja, das ist so, dann entsteht das Kommunikations Problem mit der Interpretation, welches ich daraus gemacht habe.

Ich möchte Euch gerne mitgeben, dass Ihr achtsamer mt Euch umgeht. Seid in erster Linie bei Euch und gebt acht, dass es euch gut geht.

Eure

Clarissa

 

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Joël Marchesan

"Vas a aprender Español de puta madre!", mit diesen Worten lobte Jesùs meine Fortschritte beim Spanischlernen - "de puta madre" bedeutete bei uns so viel wie ähm... "super geil". Die wörtliche Übersetzung lasse ich hier aus Jugendschutzgründen weg. 

Bereits in Frankreich hatte ich mit Roland angefangen Spanisch zu lernen. Er lief vor mir und ich hielt mich an seiner Schulter fest, um nicht irgendwo gegen zulaufen während ich mit meinem Spanischbuch versuchte ein paar Wörter und Phrasen zu lernen; es war jedoch immer noch das selbe Buch von 1965, das die Aufgabe eines Telegramms wichtiger empfand, als die Suche nach einem Bankautomaten. So lernte ich hoch motiviert quasi nur "Hola", "Buenos diàs" und wie man die Preise der ortsansässigen Kutscher erfährt. 

 

Mein Wunsch war es eine kurze Konversation mit diesen netten Seelen zu führen, die mich in der Herberge willkommen hießen oder mir freundlich sagten, dass morgen wieder die Sonne scheinen soll -einfach eine kleine Freundlichkeit erwidern. Außerdem wusste ich seit dem Jazzfestival, dass ich außer Erinnerungen nichts mitnehmen konnte. Eine neue Sprache hat ungefähr das gleiche Gewicht und das bisschen Spanisch wäre zusammen mit den Erinnerungen das beste Souvenir, welches ich mitnehmen konnte.

 

Wirklich angefangen hatte ich erst mit der Pilgerfamilie. Mit nur 3 von 16 Menschen konnte ich mich halbwegs unterhalten, was mich natürlich noch mehr motivierte in mein Buch zuschauen.

An einem Tag saß ich mit meinem Buch in der Herberge und lernte gerade wie man jemanden fragt, ob man vielleicht zusammen  den neuen Charlie Chaplin Film im lokalen Lichtspielhaus sehen möchte, als plötzlich von Hinten eine aufgedrehte Stimme ertönte: "Que haces?", es war Piluca, die aufgedrehte Frohnatur. Ich war komplett überrumpelt und verstand kein Wort. Mit etwas Gebärdensprache und ein bisschen Hilfe von Jesùs, der ein paar Wörter auf Deutsch konnte, verstand ich endlich: "Was machst du", meinte sie. 

Ein paar Gebärden später und ich hatte ihr erklärt, dass ich am Spanischlernen bin. Höchst erfreut über meine Versuche ihre Sprache zu verstehen setzte sie sich prompt zu mir an den Tisch, riss mir das Buch aus der Hand und fing an vorzulesen und auf meine Wiederholung zu warten: "Buenos diàs!", "Buenas tardes!", "Donde esta mì equipaje?!" 

 

So begann ihre Rolle als meine Lehrerin - ich nannte sie liebevoller Weise "Señorita professora". In den kommenden Tage liefen wir zusammen und sie zeigt ständig auf etwas und sagte mir das spanische Wort dazu - worauf und was genau sie meinte war oft eine Sache der Interpretation. Aber ich lernte auf diese Weise inerhalb zwei Wochen Kaffee zu bestellen, Angaben zu meiner Reise zu geben, nach dem Weg zufragen und sonstige Alltagshilfen. 

Natürlich fragte ich noch andere um Rat und Hilfe. Vor allem Kamil und Jesùs waren enorm hilfsbereit und ermöglichten mir mein Tagebuch in ein Wörterbuch zu verwandeln. Kamil schon wie der Lehrer, der er sein möchte, zeichnete mir sogar ein Gesicht und Strichmännchen mit Benennung der Bestandteile in mein Buch.

Dieser ganze Lernprozess war wie eine eigene kleine Reise. Jedes Wort war wie ein kleiner Schritt, jeder Eintrag im Wörterbuch eine neue Etappe und jede Konversation ein neuer Meilenstein. Das erste Mal merkte ich, dass meine Bemühungen zu fruchten schienen, als ich in einem Cafè ein Missverständnis auflöste. 

 

Ich saß draußen meinen täglichen Kaffee trinkend mit einem Belgier, der ohne Geld und nur mit Gitarre und Zelt reiste. Er erzählte mir wie schön er die deutsche Sprache fand und bat mich für ihn ein kleines Volkslied anzustimmen - er spielte mir dafür auch einen Chansòn vor. Mitten in meiner Vorstellung von "Nehmt Abschied Brüder" - viele Volkslieder passen leider nicht in meinen Kopf - merkte ich wie drinnen die Dänin, die ich am Vortag kennengelernt hatte, schon seit Minuten frustriert auf den Barista einredet. Eine passende Gelegenheit mich meiner Gesangsvorstellung zu entziehen. An der Theke angekommen bemerkte ich sofort das Problem. Sie sprach mit perfektem britischen Englisch, war der allzu nützlichen Gebärdensprache aber nicht mächtig, und er verstand selbstverständlich kein Wort. 

Nachdem sie mir ihr Anliegen erklärte teilte ich dem Barista im gebrochen Spanisch mit, dass sie für ihren Tisch bezahlen möchte und noch ein Croissant erwerben wollte. Er verstand und die Sache war geregelt. Stolz wie Bolle kehrte ich zum Belgier zurück und wir widmeten uns wieder unserem Gespräch über Sprache. Die musikalische Darbietung ist inzwischen unter den Tisch gefallen.

 

Solche Geschichten machen für mich die Bedeutung des Lernens aus. Grammatik und Vokabeln sind wichtig, aber die Anwendung ist der best Lehrer und hält mich motiviert auch mal eine Konjugationstabelle auswendig zulernen.

- Joël Marchesan

 

 

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Maria Horn

Bestätigung durch Anerkennung im Außen

 

Es kommt häufiger vor, dass wir von Menschen umgeben sind, die uns weniger gut verstehen, als wir sie vielleicht und bei dem extrem geringen Teil der Bevölkerung, die Hochbegabt und Hochsensibel sind, kann es vorkommen, dass wir uns „anders“ oder auch „falsch“ fühlen (da wir quasi schon „Exoten“ sind mit einem Anteil von 0,4% der Bevölkerung).

Die Methapher des Maulwurfs stellt auf witzige Weise dar, wie wir uns unter normal Begabten und sensiblen fühlen und auch teilweise verhalten können.

Vergleichen wir den Maulwurf, der an der Erdoberfläche blind ist bzw. seine Sinne nicht optimal wie unterirdisch einsetzen kann und die Hochbegabten und Hochsensiblen, die ihre Sinne zwar voll einsetzen können, jedoch oft auf Unverständnis treffen oder von ihren Gefühlen überwältigt werden, so kann der Gedanke aufkommen „fremdartig zu sein“.

Ich habe mich gefragt, wie der Maulwurf das wohl wahrnehmen mag.......und ob er die Eindrücke, die er an der Erdoberfläche sammelt dann während seiner nächsten „Grabungen“ auch reflektiert, so wie viele von uns das tun wenn sie sich zurück ziehen, um alle Sinneseindrücke zu verarbeiten........

Die Wahrscheinlichkeit auf einen Hochbegabten und Hochsensiblen zu treffen ist vielleicht genau so hoch, wie einem Maulwurf an der Erdoberfläche zu begegnen.

Witzigerweise ist mir dies wiederfanden und so kam ich auch zu diesem Beitrag!

Wenn wir Menschen begegnen, die uns gleichgesinnt sind bzw. wenn wir „unter uns“ sind, dann ist es ähnlich, wie wenn der Maulwurf in seinem „ Gefilde“, in dem er sich heimisch fühlt unterwegs ist.

Getrieben von seiner Intuition gräbt er sich tief durch das Erdenreich und findet seinen Weg, bis er wieder an die Erdoberfläche kommt, wo diese wunderbaren Haufen entstehen, die viele allerdings in ihren Gärten stören. Er vertraut einfach auf sein Natur und keiner redet ihm rein.

Der Maulwurf zeigt uns auf, dass wir uns mehr auf unsere Intuition verlassen sollten, um unsere Ziele zu erreichen und es uns gut tut, verstanden und gefördert zu werden.

Durch die Annerkennung die viele Menschen im Außen suchen kann eine gewisse Abhängigkeit zu Meinungen unserer Mitmenschen entstehen und wenn wir uns unbestätigt fühlen oder unsere Ideen und Vorhaben keinen Platz in der Welt des jeweiligen Gesprächspartners finden, dann kann es passieren, dass wir Dinge aufgeben oder eben nicht tun, dass wir uns verstellen oder gar anpassen, da die Bestätigung im Außen fehlt und wir uns weder anerkannt noch gewertschätzt fühlen.

Dem Maulwurf wäre das egal.......er folgt dem Ruf seiner Natur und gräbt sich wieder durch das Erdenreich, bis zum nächsten schönen Ort, an dem er an die Oberfläche gelangt.......sammelt neue Eindrücke und folgt wieder seinem Ruf......

So möchte ich jeden ermuntern zu versuchen sich selbst gut zu verstehen und die Welt der normal Begabten zu durchschauen. Denn wenn klar ist, warum sie die Dinge anders sehen bzw. von welchen Einschränkungen oder Ängsten sie getrieben werden, so können wir leichter mit den „ich würde das anders machen“ oder „tu das bloß nicht“ oder „ich erwarte ein anders verhalten von Dir“ umgehen, da wir genau wüßten, dass wir gerade nur die Projektionsfläche des gegenübers darstellen. Also muss seine Meinung gar nicht mit unserer übereinstimmen und ist trotzdem für den jeweiligen richtig, da aus seiner Perspektive.

Förderlich sind die Menschen, die genau nachfragen und versuchen zu verstehen, die Dich postiv bestärken und ”Deine Welt” wahrnehmen, eben nicht immer aus der eigenen Perspektive heraus darüber werten, was Du gerade machst und tust, wie Du Dich verhältst oder was Du erreichen willst.

Das soll nicht bedeuten, dass Du von diesen Meinungen abhängig sein sollst, doch ist es eher förderlich Menschen um Dich zu haben, die Dich so sein lassen wie Du wirklich bist und Dich gerade aus diesem Grund schätzen und mögen. Authentizität ist gefragter denn je und sie tut einfach so gut!

Darum, mach Dich frei von dem Versuch immer und von jeden annerkannt und bestätigt zu werden, das bringt Dich mehr zu Dir selbst und zu Deinem Weg (wie bei dem Maulwurf, der einfach seiner Intuition folgt).

Und Unterstützung gibt es dennoch auch ohne Abhängigkeit zu den Meinungen anderer. Bleib Dir treu! Das ist der Schlüssel zu Deinem Weg.

Wenn Du Dir unterstützung wünschst um Dich „frei zu machen“ oder “Dir treu zu werden und zu bleiben“, Dich selbst mehr zu entdecken oder anzunehmen wie Du wahrhaftig bist, dann freue ich mich auf Deine Nachricht oder Dein Feedback!

 

Herzliche Grüße,

Maria

 

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Clarissa Marchesan
Die Erwartungen der Anderen erfüllen - KInder

Das Thema " Die Erwartungen Anderer erfüllen" begegnet mir in Moment  sehr häufig. Nicht nur in meinen Coschings, sondern ganz hautnah in meinem privatem näheren Umfeld. Selbst meine Söhne haben gerade stark mit diesem Thema zu tun.

 

In diesem Impuls habe ich ganz bewusst ein Beispiel aus der Praxis gewählt. Es passt meiner Meinung nach sehr gut in diese Thematik rein.

Ich saß mit meiner Gruppe im Kindergarten beim Frühstück, als ich ihnen erzählte, dass es heute ein besonderer Tag ist. Man nennt ihn Sommersonnenwende. Ich erzählte es den Kindern mit einer besonderen Spannung. Sie hörten mir auch sehr gebannt zu und ich erzählte ihnen, dass wir den Sommer ja begrüßen können, wenn sie gerne mögen. Die Kinder waren hellauf begeistert und riefen alle "Ja!". Dann fragte ich sie, welche Dinge man im Sommer denn besonders machen kann? Die älteren Kinder 2 - 2 1/2 Jährigen unter ihnen erzählten, dass man im Sommer Eis essen kann und auch ins Wasser gehen kann.

Es war eine wunderschöne Unterhaltung mit den Kindern. Es baute sich nach und nach eine neugierige  Spannnung der Kinder auf. Die Augen wurden immer größer und jeder wusste auf einmal etwas zu erzählen, was er in der warmen Jahreszeit schon mit Freude gemacht hat.

Auch wenn einige mit ihren 2 -2 1/2 Jahren noch nicht so erzählen können, dass man sie versteht, konnte ich sie genau verstehen, was sie gesagt haben. Wir zogen unsere Schuhe an und gingen los in den Park.

Auf den Weg dorthin erzählten die Kinder immer wieder, was man im Sommer alles Schönes machen kann. Es machte ihnen offensichtlich Spass aus ihren Erinnerungen zu schöpfen und mitzuteilen. Den Kindern viel immer mehr ein. Vom Bobbycar  fahren, bis Fahrrad fahren. Von kurze Hose tragen, bis auf dem Spielplatz gehen.

Es machte einfach nur Spaß mit den Kindern diese Unterhaltung zu führen. Im Park setzten wir uns auf die Wiese. Ein Kind fragte mich, ob wir jetzt dem Sommer "Hallo" sagen?

Ich fing an zu singen:

Im Sommer, im Sommer da ist es wunderschön. Im Sommer, im Sommer da können wir spielen geh`n.

Im Sommer, im Sommer da dreh`n wir uns rundherum. Da machen alle mit und niemand findet`s dumm.

Ich holte aus der Tasche eine Kiste und öffnete sie. Die Kinder erkannten unsere Tücher-Kiste und riefen laut vor Begeisterung: "Juhuh! Tücher tanzen!" Jedes Kind bekam ein Tuch und wir standen auf und ich sang das Sommerlied nochmal. Die Kinder tanzten, drehten sich im Kreis, lachten und jubelten.

Es hatte uns allen sehr großen Spaß gemacht.

 

Warum habe ich von diesem wundervollen Tag erzählt? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder immer eine Erwartungshaltung haben. Sie möchten immer etwas erleben und erwarten , dass was passiert. Im Grunde genommen passiert aus der Sicht des Kindes immer etwas. Sie beobachten die kleinen Ameisen, die auf dem Bürgersteig eifrig und fleißig kleine Brotkrumen auf ihrem Rücken schleppen. Sie beobachten die Blätter, die im Baum durch den Wind hin und her schaukeln und die Sonnenstrahlen ab und zu durch blitzen lassen. Auch wird der kleine Schmetterling, der  von Brennesselblüte zu Brennesselblüte fliegt genauestens beobachtet.

Alles was sich bewegt, aber auch nicht bewegt wird beobachtet und mit Neugier betrachtet. Das können Kinder sehr gut, wenn man ihnen die Zeit und Ruhe dafür gibt und sie die staunend entdecken dürfen.

Die Erwartungen der Kinder erfüllen macht mir sehr grossen Spass. Es ist eine Haltung, die nach meinen Erfahrungen ehrlich und aus dem Moment entsteht. Die natürliche Neugier spielt dabei  eine große Rolle. Der Trieb immer was Neues entdecken zu müssen.

Bei diesem Beispiel habe ich den Kindern erzählt, was heute für ein Tag ist.Durch das das Fragen an sie, welche Erlebnisse sie  im Sommer gemacht haben, an ihren Erinnerungen geknüpft. Sie konnten sich erinnern und hatten Freude daran.

Es baute sich ein angenehmes Erwartungs-Spannungsfeld auf, welches die Kinder nicht mehr los lies. Denn sie erzählten mir immer und immer wieder, was sie schon tolles im Sommer erlebt haben. Es fiel ihnen auf einmal viel mehr Sachen ein.

Ich hatte an diesem Tag keinen Plan, wie ich den Tag in der Kita gestalte. Ich habe nur am Morgen von einem Freund erfahren, dass Sommersonnenwende sei. Mir fiel spontan ein, dass wir doch diesen Tag mit einer Begrüßung des Sommers beginnen könnten.Den Kindern und mir hatte es riesengroßen Spaß gemacht und es war eine wundervolle Erfahrung für uns.

Wenn es den Kindern gut geht, geht es auch mir gut.

KInder leben in dem Moment. Sie haben keine konkrete Planung, was heute, morgen und übermorgen passieren soll. Sie leben im Jetzt.  Das natürliche Entdecken und die positive  Ewartungshaltung der Kinder, empfinde ich als etwas sehr angenehmes. Es schränkt mich nicht ein und lässt mich genauso frei und bedinungslos reagieren.

Was kann es Schöneres geben, als ein freies und liebevolles Miteinander"?

Es grüßt Euch Eure

Clarissa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Clarissa Marchesan
Die Erwartungen der Anderen erfüllen

Ein Beispiel eines Bekannten

 

 

Was ist, wenn du bei einer Sache zugesagt hast und fühlst,

aber von Anfang an, dass du das nicht möchtest?

Du tust es dennoch, denn man erwartet das von dir.

Und wenn es die Hochzeit einer Cousine ist. erst recht,

Was macht es mit dir? Gehst du hin, oder erfüllst du die

Erwartungen, die man an dich stellt?

Es ist schon verzwickt und nicht so leicht sich zu entscheiden.

Doch wenn du mehr auf dich hörst und achtsamer mit dir umgehst,

kannst du entscheiden, was du möctest, oder nicht.

 

Seit ich mich mit dieser Thematik  auseinandersetze begegnet es mir an jeder Ecke. Wo ich hinblicke, steht diese Thematik bei den Menschen  im Vordergrund. Auch ich blieb davon nicht verschont und durfte es mir ebenso genau angucken.

Hierzu habe ich ein Beispiel aus meinem Alltag. Ein guter Bekannter ( 25 Jahre alt), erzählte mir, dass es ihm nicht gut geht. Er berichtete mir, dass seine Cousine aus Bayern heiratet und die ganze Familie eingeladen ist. Er habe zugesagt, dass er mit seinem Vater und seinem Bruder gemeinsam runter fahren wollen.

Die ganze Fammilie freut sich auf die Hochzeit. Es werden Pläne gemacht, Kleidung ausgesucht und gekauft und das Hotelzimmer gebucht. Alles scheint in Ordnung zu sein.

Mein Bekannter erzählte mir weiter, dass er von Anfang an keine Lust hätte, aber: " Das ist ja die Familie und da geht man hin!" Da der Alltag des jungen Mannes sehr voll und intensiv ist, hatte er die Hochzeit und das Gefühl nicht hinfahren zu wollen, verdrängt. Es kam ab und an docjh dann hoch, wenn ünber die Planung gesprochen wurde. Dennoch hatte er nichts über sein Gefühl nicht mitfahren zu wollen, weggedrückt und ignoriert.

Der Tag, an dem mein Bekannter und seine Familie nach Bayern fahren wollten, rückte immer näher. Er berichtete mir, dass er die Woche davor immer mehr schlechtere Laune bekommen habe. Er war höchst gereizt und war in Auseinandersetzungen mit Freunden und auf der Arbeit sehr ungerecht.

Das Schlimmste für ihn aber war, dass seine Kreativität sehr darunter litt. Er ist Künstler und hatte eine Ausstellung geplant. Nichts wollte ihm so richtig gelingen. Er kam einfach nicht aus diesem negativen Gefühlssog raus.

Er berichterte mir, dass er mit seiner Mutter telefoniert hatte, weil er mit ihr schon lange nicht gesprochen hatte. Er war ziemlich erschreckt, als er von ihr erfuhr, dass es ihr nicht gut ging. Als er sie fragte, ob sie seine Hilfe bräuchte, nahm sie es dankend an. Sie verabredeten sich noch am selbigen Abend.

Für ihn war jetzt klar, dass er nicht zur Hochzeit fährt, sondern für seine Mutter da ist. In diesem Moment, war seine Priorität eine Andere. Er wollte für seine Mutter da sein, die ihn brauchte. Da wurde  natürlich von dem einen oder anderem Familienmitglied großer Unmut geäußert. Es ging nicht gegen seine Mutter, es ging in erster Linie um seine Zusage des Mitfahrens und um die sehr kurzfriistige Absage.

Ihm war es nicht egal, dass er der Familie so kurzfristig abgesagt hatte, es ging ihm darum seiner Mutter zu helfen. Er konnte wiederum nicht verstehen, dass dafür kein Verständnis aufgebracht wurde und nur auf ihn geschimpft wurde. Das wiederum war ihm egal, wie er mir erzählte, denn er wollte für seine Mutter da sein.

Er erzählte mir, dass ihm die Erkenntnis gekommen ist, dass er das nächste Mal mehr auf sein Gefühl hören muss. Es tut ihm nicht gut, bei Sachen zuzusagen, obwohl er das nicht möchte. Es geht nicht darum, dass man kein "Bock"hat und den Weg des Geringsten geht, sondern mehr auf sich achtet und auf sein Gefühl hört.

Mein Bekannter nannte mir einige Beispiele, in denen er zugesagt hatte und im nach hinein er das gar nicht wollte. Das ist das , wenn ich Erwartungen anderer erfüllen möchte. Wenn es dem Anderen gut geht, geht es mir auch gut.Und darum geht es nicht.  Wenn wir das nicht erkennen,leben wir nicht das Leben, welches wir leben möchten. Wir richten uns immer nach dem Anderen. Die Kreativität leidet darunter, wundervolle Begenungen können uns dadurch nicht über den Weg laufen.

Wir können dadurch wundervolle Momente verpassen, weil wir uns ständig nach Anderen richten. Es ist daher sehr wichtig, dass wir uns vor einer Zusage  bewusst sind: Möchte ich das, oder möchte ich das nicht? Nur dann sind wir bei uns und leben unser Leben.

Ich freue mich, wenn ihr für Euch aus meinem kleinen Impuls was mitnehmen könnt und mit Euch achtsamer umgeht.

Eure Clarissa

 

 

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Fernando Branco

The pendulum (Egregore) grows in power according to the number of human beings feeding it, Examples of pendulums are political parties, religious groups, multi nationals organisations, sports teams, races, countries, families....smaller pendulums eventually get taken over by more powerful greater ones, creating ever larger magnetic fields that we refer to often as the system or collective consciousness

The very relevant point to note from the foregoing is that when a pendulum reaches a certain maturity it goes completely autonomous and because it is an energy angry aggregate thought/emotion form, it turns to the creators for maintenance at all costs, by living off their energy.

All human beings are, in some way or form, connected to a variety of Pendulums (magnetic fields). A pendulum can be either negative or positive, depending on the quality of vibration or frequency of it's creators thoughts and emotions.

The only way that one can be rid of a negative pendulums is to affiliate with a beneficial positive one towards you. Perhaps with care we could together create a beneficial all serving pendulum using the technology of Reality Transurfing presented to us by the Russian author Vadim Zeland.

Let me have your thoughts and opinions feel free to comment. 

Love Joy Abundance

FB

Rent Yourself Out…(do not identify with).

A pendulum is created by the energy of a group of people thinking in the same way.

A pendulum is an energy based information structure. A pendulum maintains the thought energy of the adherent at its own vibrational frequency.

A harsh battle for adherents takes place between the pendulums. A destructive pendulum forces goals onto its adherents that are not of their own making.

A pendulum plays on human emotion, thereby catching the individual in their web. If there is something that you really do not want it will appear in your life.

To free oneself from a pendulum means to give it no place in your life. To give something no place in your life does not mean to try and avoid it; it means to ignore it.

To bring a pendulum to rest you have to change the established stereotype game script. Positive visualization will gently bring the swing of a human pendulum to rest.

The energy of a stilled pendulum becomes available to you. Problems are solved by awareness, stopping the pendulum that created them. To solve a problem, rent yourself out.

To avoid getting stuck in a suspended vacuum state, you choose your own pendulums.

It is essential to acquire the habit of remembering to stay awake to what you know as beneficial for you..

 

Sources:

Pendulum also known as “Egregor”

  1. 1. Meme - 
    Cultural idea, social practice, conceptor action that becomes a norm and begins to repeat itself consciouslyin a society (term coined by Richard Dawkins in his book The Selfish Gene 1976) (Babylon English English translator software)
  2. 2. Meme - 
    A thought that spreads through society taking a life of its own (rhymed with cream) - The Condensed Net Glossary (Babylon software)
  3. 3. Meme - 
    meem/ n.[coined by analogy with 'gene', by Richard Dawkins] an idea considered as a replicator, especially with the connotation that memes parasite people into propagating them much as viruses do. 
    Used especially in the phrase 'meme complex' denoting a group of mutually supporting memes that form a generalized belief system such as a religion. 
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Joël Marchesan
Es sind Erlebnisse wie diese, die mich an etwas höheres, unbeschreiblich mystisches in uns Menschen glauben lässt: Völlig einander Fremde aus vier Nationen, verschiedensten Altersgruppen und sozialen Verhältnissen, die teilweise einander nicht mal verstehen können, wachsen im laufe einer Woche wie eine Familie zusammen; nur eine Sache hatten wir gemeinsam: Wir waren Pilger zusammengebracht durch den Camino Aragonès und jeder von uns hatte seine Gründe zu laufen:

Eine polnische Mutter und ihr 21-jähriger Sohn, die ich bereits erwähnt hatte, liefen, um von Gott Glück, Glaube und gute Hoffnung für ihren schweren und neuen Lebensabschnitt zu erbitten. Einen Monat vor ihrer Reise hatten sie ihren Ehemann/Vater verloren. Nun waren sie mit der Trauer und dem Loch in ihrem Herzen und der Familie konfrontiert. Ein paar liefen nur aus sportlerischem Antrieb. Ein anderer wollte durch die Bewegung und die Ruhe beim Wandern einem Herzproblem entgegenwirken. Wieder einer wollte genau wie ich die erste große Reise zur Selbstfindung bewältigen.

Die Gründe den Weg zu gehen waren zahlreicher als die Menschen, die auf ihm wanderten, und diese Gründe und Vorsätze sollten mich auf dem Weg immer wieder überraschen, inspirieren und zu Tränen bewegen.

 

Der Ort und der Tag, an dem wir uns alle trafen, wird mir ewig im Gedächtnis bleiben.

 

Nach meiner Begegnung mit Izabela und Kamil lief ich mit Pawel durch die aragonesische Hitze weiter; unser Ziel war Arrès - ein ehemaliges Wehrdorf mit Pilgern und Herbergenleitern (sogenannte Hospitaleros) als einzige Bevölkerung

Wir liefen eine gefühlte halbe Stunde einen Hügel hoch und mein Gefühl sagt mir, dass wir bald ankommen sollten. Es war jedoch kein Haus weit und breit zu erspähen. Die Hitze fing an mir zu zusetzen; mein Kopf versuchte die zurückgelegten Kilometer zuberechnen. 

Doch plötzlich tauchte hinter einer Kurve ein Turm auf; kurz darauf ein paar Häuser aus Sandstein. 

Fünf Minuten später befanden wir uns auch schon in der Herberge. Zwei nette alte Spanier begrüßten uns und zeigten uns durch Gestik und Körpersprache, wo wir schlafen und duschen können - natürlich sprachen sie kein Englisch und wir nicht Spanisch

Frisch geduscht und eingerichtet machte ich mich auf dieses kleine Dörflein zu erkunden. Das umgebene Gelände, die verwinkelten Gassen, der Wehrturm in der Mitte des Dorfes und die Häuser aus Sandstein wirkten wie eine Kulisse aus einem Western. Der Ort war klein, meine Erkundung kurz und so setzte mich auf die Mauer neben dem Turm, um die ferne dieser Prärie zu genießen. Der Wind stieß mir in starken Böen kalten Wind ins Gesicht; eine willkommene Abkühlung nach der Mittagshitze.

Um etwa 18 Uhr erinnerte ich mich, dass es Essen geben sollte, und mein Hunger war schon fast so groß wie die weite, in die ich blickte; dieser Hunger sollte noch zu meinem Erkennungsmerkmal werden.

Draußen wurde ein langer Tisch aufgebaut. Jeder half beim Aufbau und die Hospitaleros besorgten das Essen; dicke Thunisch-Sandwiches und Tomaten mit Olivenöl.

Der Tisch war lang und es wurde vieles herumgereicht. Nachdem wir etwas gesättigt waren fingen wir an einander vorzustellen: Izabela, Kamil und Pawel, die ich bereits erwähnte, das älter französische Pärchen Sylvie und Gilles - mit Pawel die einzigen, die Englisch sprachen - Eric aus der französischen Fremdenlegion - ein Stier von Mensch in seinen 50ern mit einem Lächeln, das einen manchmal schaudern ließ, wobei er jedoch ein lustiger, netter und interessanter Wegbegleiter war -

Jesùs - ein lustiger, rundlicher und herzhafter Spanier aus Madrid mit einer Lachsacklache und immer einen schlauen oder lustigen Spruch in seiner Hintertasche - Pedro - der Clown der Truppe, immer einen Witz parat und einer Mimik, die seine Witze auch ohne Sprachkenntnis tragen konnte - und um die Liste nicht zu lang zu machen Piluca - eine extrovertierte, aufgedreht und immerfrohe Spanierin, die durch ihre verrückte Art mir geholfen hat Spanisch zu lernen.

Da saßen und aßen wir alle zusammen, 15 Menschen: Spanier, Franzosen, Katalanen, Polen und ich als einziger Deutscher, noch wussten wir nicht wie sehr wir uns einander ans Herz wachsen würden, doch das Schicksal hatte uns an diesem Tag bereits in eine gemeinsame Bahn gelenkt.

In der nächsten Woche liefen wir in kleinen Gruppen zusammen, trafen uns in den selben Herbergen und aßen fast immer zusammen. Wir lernten einander besser kennen, ich lernte von ihnen Spanisch und würde sogar ein paar von ihnen nach meinem Weg besuchen, sogar bei ihnen Wohnen. 

Sie waren wie eine Familie für mich, sie lehrten mich unglaublich viel und ich habe noch einige Geschichten über sie zu erzählen.

 

- Joël Marchesan

 

 

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Joël Marchesan
Kaum eine viertel Stunde nach meinem Abschied von Roland in Jaca traf ich schon auf meine nächsten Lehrer. Sie waren weit von der Weisheit und Fitness von Roland entfernt, ja sogar das Wandern machte ihnen kaum Spaß, dennoch sollten sie mir die eine oder andere Lebenslektion erteilen. 

Kamil und Izabel: Eine polnische Mutter und Deutschlehrerin mit ihrem Sohn, den ich erst für ihren Mann hielt. Kamil war etwa in meinem Alter, sah jedoch reifer für sein Alter aus. Englisch sprach er nicht, dafür konnte er hervorragend Spanisch; er wollte sogar Spanischlehrer werden und nutzte jede Gelegenheit, um seine Fähigkeiten mit Hilfe der Spanier zu verbessern. Izabel, zu Hause eine Deutschlehrerin, sprach Deutsch mit schwerem Akzent, aber nutzte wie ihr Sohn mit mir die Möglichkeit ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Rückblickend waren sie eine große Inspiration für mich und brachten mich dazu viele meiner Positionen neu zu überdenken. 

 

Als ich sie zuerst traf war meine Meinung über sie weniger wohlwollend als jetzt. Bereits nach zehn Kilometern beschwerten sie sich über die Hitze (24°C) und den ach so steilen und hügeligen Weg -ein leichteres Auf und Ab als in Südfrankreich. Dazu kam noch ihre Wegverpflegung: Joghurt, Frischkäse und Schokolade... Das Perfekte für eine lange Wanderung  in der aragonesischen Hitze. "Wie schlecht kann man eigentlich vorbereitet sein?! Dazu sind ihre Rucksäcke viel zu schwer und voll mit unnötigem Zeug. Nach zehn Kilometern schon schlapp machen? Es gibt Abschnitte, da muss man über 30 laufen, weil es nicht gibt. Die werden es keine drei Tage mehr aushalten. Inkompetenter und unwissender kann man nicht sein." , meine Gedanken liefen wild umher. Und nun zu allem Überfluss schmiss Kamil noch eine Verpackung direkt in die Wildnis. "Bad pilgrim!", ermahnte ich ihn streng, aber noch mit genug Humor, um ihn seinen Fehler ohne defensiv zu werden berichtigen zu lassen. Und zu meinem Erstaunen tat er es auch, ohne Umstände! Wir lachten über diesen, passenden, jedoch lächerlich simplen Ausruf und ich erklärte ihnen, dass Müll auf dem Jakobsweg ein großes Problem ist, dem Image der Pilger schadet und die Landschaft für die folgenden Wanderer verunstaltet wird.

Sie hatten vollstes Verständnis und "Bad pilgrim!" wurde zu einem Insider, wenn immer jemand etwas dummes tat.

In diesem Moment wurde mir klar, dass es kein böser Wille, kein Desinteresse an den Mitmenschen und keine Missachtung der Umwelt waren, die ihn zum Verschmutzen, der Natur brachten. Ihm war es einfach nicht klar!

In gewisser Hinsicht war er genauso dumm wie ich. Es mag zwar dumm klingen solche Dinge erst lernen zu müssen, aber ich hatte anscheinend auch nicht den Schuss gehört, als man mir sagte, dass man Menschen nicht nach der ersten Begegnung beurteilen sollte. Dabei hatte mir mein Vater keine Woche vorher gesagt, dass mir die Leute nicht ohne Grund über den Weg laufen;wie er damit quasi im Voraus meinen Weg beschrieben hatte!

 

Über die nächsten Tage lernten sie immer mehr, sie wurden sogar zäher, auch wenn sie stets eine bis zwei Stunden nach mir ankamen, und ich lernte sie besser kennen und zu schätzen. Am Ende waren sie waschechte Pilger. 

 

- Joël Marchesan

 

 

 

 

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Clarissa Marchesan
Das späte Erkennen der eigenen Hochbegabung

"Wie jetzt, ich soll hochbegabt sein?

Das kann nicht sein!"

So habe ich reagiert, als ich von meiner Hochbegabung erfuhr.

Ich konnte es nicht glauben, denn ich war doch nie richtig gut in der Schule

und so richtig schlau habe ich mich auch nie gefühlt.

So oder ähnlich reagieren die meisten Menschen, wenn sie von ihrer

Hochbegabung erfahren.

 

Ich hörte das erste mal von Hochbegabung, als ich Anfang 20 war. Mein damaliger Freund  sagte mir, dass er sich mit Hochbegabung auskennt und er der Meinung, dass ich hochbegabt sei. Als ich ihn fragte, wie er darauf kommt, denn ich habe noch nie hervorragende Noten in der Schule gehabt und wüßte auch nicht wirklich viel.

sagte er, dass er mich als sehr Neugierig hielt. Auch , wie ich immer alles hinterfrage, wäre  für ihn Indizien genug. Ich solle doch mal einen IQ Test machen und dann würde ich es dann selber glauben.

Ich hatte damals keine Interesse an zusätzlichen Test und Fragen, denn ich hatte in der Zeit genug mit meinem Leben und mit meiner Abschlußprüfung zur staatlich  anerkannten Erzieherin zu tun. Auch fiel mir das Lernen nicht gerade  in den Schoß. Ich lehnte es ab und wollte auch nie mehr darüber reden. Mein Freund war damals sehr betrübt, dass ich es nicht so gesehen hatte, wie er.

Später habe ich meinen ersten Sohn Julian geboren. Mir fiel von Anfang an auf, dass er anders war, als andere Kinder. Ich war mir da aber manchmal noch nicht sicher, denn ich dachte, dass es wohl immer so ist, dass jede Mutter ihr Kind als was ganz besonderes hielt.

Doch ich fühlte beim Julian noch was anderes. Denn irgendwie fand ich mich in ihm wieder. Doch mir war damals nicht klar, was es war. Ich suchte auch nach keiner Erklärung, warum ich meinen Sohn förderte und seine Bedürfnisse erfüllen wollte. Es machte mir selber sehr viel Spaß Dinge mit ihm zu entdecken.

Ich kaufte viele Bücher, mit Themen welche meine Kinder sehr interessierten. Als ich Kind, war es in meiner Familie nicht üblich, dass wir Kinder mit  Kinder- oder Sachbücher ausgestattet wurden.

Wir gingen an fast jedem Sonntag ins Ägyptische Museum, weil sich Julian sehr für die Götter und deren Wirkungsbereiche interessierte. Auch die Schreibweise der Ägypter, die  Hieroglyphen weckten sein großes Interesse.

Mit Joel war es ebenso. Er hatte grosses Interesse an der Archäologie und der Geologie. Schon im zartem Alter von 2 Jahren konnte er viele Steine rtkennen und benennen Wir drei waren immer am Entdecken und ausprobieren. Es war für mich normal nach Dingen zu recherchieren, die mich sehr interessierten und es war für mich normal meinen Kindern das zu bieten. Meine Bereiche, wie die Homöopathie, Naturheilkunde und Psychologie fanden bei mir grosses Interesse.

Es war schon immer so bei mir. Als Kind hatte ich unzählige Fragen und gab mich nicht mit einer Antwort ab, die mich nicht befriedigte. Das nervte meine Umwelt sehr. Ich wurde oft als unruhiges und forsches Kind bezeichnet. "Forsches Kind", empfand ich damals als etwas nicht gutes,denn es stand immer mal wieder  in meinem Zeugni, dass ich sehr klar in der Lage wäre, eine gute bis sehr gute Schülerin zu sein. Wenn ich mich nicht immer so ablenken würde und die Lehrer mit unterrichtsfremden Fragen konfrontieren würde. Ich habe oft den Unterricht mit meinen sogenannten unterrichtsfremden Fragen gesprengt.

Eigentlich sagt es doch was doch was Tolles aus, oder!?

Da wären wir bei meinem 2. Kritikpunkt , der an mir immer und immer wieder ausgeübt wurde. So stark und intensiv, dass ich bisweilen heute die eine oder andere Herausforderung gegenüberstehe und mir denke: " Häh, das ist jetzt nicht euer ernst!?"  Ich war schon immer ein fröhlicher Mensch und habe in Allem das Positive gezogen. Das wurde nicht für gut empfunden und ich wurde schnell korrigiert. Wenn es schlimme Nachrichten gibt, dann hat man gefälligst betroffen zu sein. Ein Beispiel:

Ich kann mich noch ganz genau an diesem Tag erinnern. Es war Sommer.Ich war da ungefähr neun Jahre alt.Wir spielten- mein Zwillingsbruder und unsere beste Freundin aus dem Haus im Hof.Wir spielten mit unseren Puppen, zogen sie an, zogen sie aus und kämmten ihnen die Haare. Da kam mein Vater zu uns und sagte:" Ich muss euch etwas erzählen." Wir unterbrachen unser Spiel und hörten zu. " Tante Ille ist nicht mehr bei uns. Sie guckt euch zu.Sie ist im Himmel". Ich guckte meinen Vater an und sagte ihm, dass ich das weiss, aber  Tante Ille ist nicht im Himmel. Sie ist hier bei uns. " Wir Kinder lachten fröhlich. Mein Vater wurde wütend auf mich und schimpfte mit mir.

Ich sei unherzig, man mache keine Witze über Verstorbene und er sei entsetzt, dass ich nicht traurig bin. Das hätte Tante Ille bestimmt sehr traurig gemacht." Nun wusste ich nicht mehr, was los war. Einerseits habe ich meine Tante gefühlt und war ihr sehr nahe und brauchte eigentlich nicht traurig sein, andersherum war es nicht richtig.

Im Laufe der Zeit passte ich mich immer mehr meiner Umwelt an, denn ich wollte doch dazu gehören. Ich versuchte nicht mehr so arg auf zufallen. Doch es gelang mir nicht immer. Klar nervte ich meine Umelt noch mit meiner Lebendigkeit und meinem forschen Wesen, aber es war angepasster.

Da das Thema: Späte Entdeckung der eigenen Hochbegabung heisst. möchte ich euch gerne mein Erlebnis beschreiben.

Als ich erfuhr, dass ich Hochbegabt und Hochsensibel dazu sei, konnte ich es nicht glauben. Denn ich hatte nie gute Noten, war kein Einsertyp und so  richtig als einen schlauen Menschen, habe ich mich nie empfunden. Ich konnte viel, aber nie perfekt. Da waren andere viel viel besser, als ich.

Einer meiner Stärken war es Dinge zu organisieren. Zum Beispiel habe ich für Klassenfahrten oder Ausflüge das Programm erstellt und mit den jeweiligen Organisatoren gesprochen. Es klappte sehr gut. Für mich war es kein Problem und normal mit 12 Jahren mich für Dinge einzusetzen und durch zusetzen. Ich war in den Klassengemeinschaften und in den Sportvereinen sehr beliebt. Die soziale Komponente war sehr ausgeprägt. Dennoch war der Gedanke an einer Hochbegabung nicht gegeben.

Als ich es immer mehr annehmen konnte und mir wirklich viele Dinge klar geworden sind, wurde ich richtig sauer auf meine Umwelt. Meine Eltern, meine Erzieher, meine Lehrer und evtl meine Trainer im Handball, Schwimm- und Radrennsport Verein hätten doch was mitbekommen müssen. Nein! Niemand! Ich dachte: " Danke für Nichts!"

Nun kam in mir die Frage hoch: Was hätte alles aus mir werden können!? Ich hätte jetzt bestimmt was ganz toll und Grosses sein können. Dann wurde ich nur noch traurig. In all den Jahren habe ich mich angepasst und wollte dazu gehören. Den Menschen wollte ich gefallen. Deren Erwartungen entsprechen. Doch die Verantwortung, die meine Eltern, meine Lehrer und Trainer eigentlich für mich gehabt hätten, haben sie nicht erfüllt. So habe ich gefühlt und gedacht.

Da ich aber schon immer ein lösungsorientiert und positiver Mensch bin und dementsprechend dann mit dem Leben umging, blieb ich nicht lange wütend oder traurig. Ich dachte mir: " Was soll`s, es ist doch nie zu spät. Du bist ein toller Mensch. Nutze deine Möglichkeiten jetzt und vergeude dein kostbares Hiersein nicht mit Wut und Trauer!"

Nach und nach lernte ich meine Umwelt und mich  besser kennen. Die Kommunikation/ Interpretation mit Normalbegabten Menschen bescheren mir keinen Ärger oder lösen in mir Unsicherheiten aus. Nein, es lässt mich milde darüber lächeln. Es macht sich ein wundervolles Gefühl in mir breit.. Das Gefühl des endlich bei mir angekommen seins.

So wie ich bin, bin ich richtig! Auch wenn 100 Menschen das Gegenteil behaupten, muss es nicht stimmen und die Wahrheit sein.

Ich wünsche mir, dass ihr was für euch aus diesem  Impuls mit nehmen könnt und das Leben und die Liebe geniesst.

Eure

Clarissa

 

 

 

 

 

 

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Joël Marchesan

Roland erzählte mir einmal auf dem Weg: Die Pilgerreise ist wie ein Leben im Schnelldurchlauf. Am Anfang bist du geboren, weißt nichts, lernst zu laufen, zu sprechen (wirklich zu sprechen) und die kleinsten Dinge sind lebensformende Erfahrungen; jede Herberge, jede Tagesstrecke und jeder dahergelaufene Hund. Danach bist du ein Jugendlicher voller Selbstbewusstsein. Du denkst, dass du unbesiegbar, unzerstörbar bist, und dann übernimmst du dich (zu viel gelaufen, zu schnell, zu wenig getrunken etc.)

Das Erwachsenwerden trifft ein. Jetzt läuft es sich mit echter Sicherheit. Deine Grenzen sind ausgelotet. So läuft es sich gefühlt sehr schnell immer näher ans Ziel. Deine Ratschläge, die dir am Anfang so wichtig waren, helfen jetzt "jungen" Pilgern ihre Reise sicher zu gestallten. Das Ende naht  und du wirst alt. Am Ende gehst du erschöpft und zufrieden über ein gut gelebtes Leben in die Kathedrale von Santiago de Compostela. Es ist vorbei. Die Reise ist hinter dir. Doch der wahre Camino fängt erst zu Hause an.

 

Die Wahrheit in diesem Vergleich sollte sich wieder und wieder beweisen. Das erste Mal, als ich das wirklich verstand, war auf der Grenze zu Spanien. 

 

Der Tag fing wie fast jeder in den Pyrenäen -mit grauen Wolken und Nieselregen- an. Die Berge wirkten mystischer als an den Vortagen; es fühlte sich an wie ein fernes Zwergengebirge mit einem schlummernden Drachen in seinen Wäldern.

Unser Ziel war es den Somportpass zu überqueren. Nach kaum einer Stunde meinte Roland, ich solle vor laufen, weil er den steilen Aufstieg (ca.1000 m) gemächlich angehen möchte; Einer seiner Grundsätze war es, dass jeder von uns sein eigenes Tempo laufen sollte. So setzte ich meinen Weg nach Spanien alleine fort. Auf der ganzen Strecke sah ich Niemanden, nur eine Kuh, die sich zufrieden an einer Mülltonne rieb, um sich am Ohr zu kratzen. 

Schon seit Tagen freute ich mich auf Spanien. Meine Vorstellungen waren so farbenfroh und heiter, dass ich es scherzhafter Weise "das gelobte Land" nannte. 

"In Spanien werde ich gleich anfangen Spanisch zu lernen, damit ich endlich mit den Leuten in den Dörfern reden kann!" -in Frankreich tat es mir sehr leid die Freundlichkeit nur mit einem "Merci beaucoupe!" erwidern zu können- "Und der Kaffee! Endlich gibt es wieder guten Kaffee!" - in Paris mag es eine Kaffeekultur geben, aber auf dem Weg in Frankreich gab es nur Sockenwasser; so nannten Roland und ich das fürchterliche Instantgebräu, was es in jeder Herberge gab. Es sah wirklich ein wenig aus wie das Wasser, das nach einem langen Marsch beim Waschen aus den Socken austritt, und wirklich besser schmeckte es auch nicht.

Dann kamen mir noch alle Leute in den Kopf, die ich treffen könnte; in Spanien ist der Jakobsweg etwas dichter besiedelt. So lief ich mir die Zukunft im gelobten Land ausmalen in die Wolkenschicht hinein - ich hatte im wahrsten Sinne den Kopf in den Wolken. 

Der Nebel war dicht und ich konnte keine 200 Meter weit sehen. Jedoch fühlte es sich eher wie eine gemütliche Decke um mich herum an. Die Geräusche waren sanfter, die Blumen schienen durch das Grau noch bunter und alles wirkte umso mehr mystisch. 

So schnell wie ich in dem Wolken war, ging es auch wieder heraus und auf der anderen Seite befand er sich: Der Col du Somport

Der Weg mündete in einen großen Parkplatz mit einem backsteinernem Zollhäuschen und dahinter ein blaues Schild mit der Aufschrift: España 

Ein paar Schritte weiter konnte ich kilometerweit nach Spanien herunterblicken. Da lag mein gelobtes Land direkt vor mir und seltsamerweise fühlte es sich auch an, als wäre ich erst auf dem Jakobsweg angekommen. Die eigentliche Reise sollte erst beginnen. Meine Kindheit ist vorbei und ich werde meine ersten selbstständigen Schritte tun.

Wie es das Schicksal wollte meinte Roland, als er endlich auch oben angekommen war, dass er eine Pause bräuchte und wir ab dem nächsten/übernächsten Tag getrennter Wege gehen würden. Er hatte mir vieles beigebracht und bin ihm bis heute dankbar für alles, was er mir erzählte.

Wir alberten noch etwas herum, machten Fotos und ich trank endlich meinen langersehnten spanischen Kaffee. 

In der Herberge angekommen, beschaffte ich uns mit meinem Spanischbuch ein Zimmer. An diesem Tag ging ich mit dem Gefühl ins Bett ein neues Kapitel angefangen zuhaben und endlich zu Hause zu sein.

 

Joël Marchesan

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Joël Marchesan

Auf dem Weg kam ich immer wieder mit der Religion in Kontakt. So war es nur eine Frage der Zeit bis ich einmal in einem Kloster Obdach finden würde. 

So kam es auch etwa eine Woche nach meiner rettenden Begegnung mit Roland in einer Kirche nahe Toulouse, dass wir im kleinen Dorf Sarrance in den Pyrenäen in einem ebenso kleinem Kloster unseren Tag beendeten.

 

Anfangs fanden wir den Eingang nicht; das Gebäude war ein zweistöckiges, viereckiges Haus, das eher an ein flaches Reihenhaus mit Hof erinnerte, als an ein Kloster, wenn der kleine Turm und die Kirche auf der zum Eingang entgegengesetzten Seite nicht wären. 

Es war auch wegen diesem Abstand von Kapelle und Eingang, dass wir etwas umherirrten und fragten, wie man den zum Kloster käme.

Endlich standen wir erschöpft von der Tageswanderung an der großen Holztür mit dem gusseisernem Klopfring und dem vergitterten Guckloch in der Tür. 

Zwei freundliche alte Nonnen in Zivil öffneten das Tor und führten uns in den Vorraum der Gästebehausung. Nachdem wir unser Gepäck und die Schuhe abgeladen hatten, erklärten sie uns die Essens-, Schlafens- und Messezeiten. Natürlich war es keine Pflicht die Pilgermesse zu besuchen, aber für mich war es im Sinne der Höflichkeit zu meinem Gastgeber wichtig teilzunehmen.

Gegen Abend -es war fast Zeit für die Messe-  machte ich mich vom Klostergarten -ganz im eher zivilen Stil der Nonnen: Eine Wiese mit Fruchtbäumen und ein paar Plastikstühlen- auf die Klosterkirche zu suchen. 

Ein paar Minuten irrte ich durch die identischen Gänge der Anlage auf der Suche nach einem Zugang in die Kapelle (Wieso ich dachte es sei eine andere als am Nachmittag weiß ich bis heute nicht). Schließlich lief ich den Weg aus dem Kloster, um das Gebäude in die Kirche, nur um diese dann leer vorzufinden. Hinter dem Altar brannte ein schwaches rotes Licht und ich fühlte mich bereits fehl am Platz. Plötzlich kam Gesang von dem Ort hinterm Altar zu mir und ich schaute nach dem Ursprung dieser Töne. Neben dem Altar befand sich eine circa 15 m² großem Kammer mit drei Reihen Holzbänke, einem Mittelgang und an dessem Ende ein weiterer Altar, an dem gleich drei berobte Mönche befanden. Ein paar Minuten stand ich am Eingang zu diesem Raum, nicht wissend, ob ich eintreten oder umdrehen sollte. Immerhin gab es keinen Platz mehr auf den Bänken und wie sollte ich ohne Sprachkenntnisse meine Situation erklären und ist es nicht unangebracht so in diese Zeremonie herein zuplatzen?

So wie sich meine Gedanken im Kreis drehten, kam auch gleich einer der Mönche ruhig zu mir und wies mich auf einen Stuhl direkt neben einem Schrank, der sich am Ende des Raumes befand, gab mir ein ledergebundenes, in die Jahre gekommenes Buch, berührte in einer väterlichen Geste, um mich willkommen zu heißen meine Schulter und begab sich nachdem er mir noch eine große Robe zur Aufbewahrung gab wieder neben seine Brüder am Altar. 

Sein Aussehen war das eines Mönches wie im Film. Er war schon älter, rundlich, besaß einen weißen Haarkranz um seinen kahlen Oberkopf und strahlte Gelassenheit und Weisheit aus.  

Nun saß ich die Robe und das Lederbuch in der Hand und lauschte der mir unverständlichen predigt. Ein Mönch erzählte etwas anscheinend sehr Wichtiges auf Französisch und der andere übersetzte es ins Spanische; mir kam beides Spanisch vor. Hier und da verstand ich doch einen Wortfetzen, dann auf einmal eine Zahl und alle standen auf. "Das ist bestimmt eine Seite im Buch und wir singen gleich... oh Gott!", dachte ich mir während ich das Buch nach der richtigen Seite durchsuchte. Unfähig das Gelesene auszusprechen und ohne Noten sang ich trotzdem meinen Mitmenschen lauschend mit. Die Strophen mogelte ich mich leise summend durch, um im Refrain etwas zu laut den Text zu vergessen. Die ganze Situation hätte auch ein Mr. Bean-Sketch sein können. 

Die Messe neigte sich dem Ende zu, nach vielen Ansprachen und Gesängen wurde die Hostie geteilt und wir empfingen die heilige Kommunion. Nicht christlich getauft und sonst nicht religiös geschweige denn ein devoter Christ (die einzige Religion, der ich einmal angehörte, war der Buddhismus) fühlte ich mich unwohl als Aussenseiter an diesem Ritual teilzunehmen; es nicht zu tun wäre aber noch unhöflicher gewesen. 

So kam es, dass ich in einer Messe, von der ich nichts verstand die Kommunion empfing.

 

Am nächsten Tag ging es weiter. Doch diese eigenartige Erfahrung und diese bedingungslose Gastfreundlichkeit der Mönche und Nonnen hallten noch eine gante Weile nach.  

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Fernando Branco

In Transurfing the conceptual idea of destiny, is based on a totally different view of the universe, founded in quantum physics.

Admitting that each of the known ideas about destiny come from certain determined ideologies, up to now impossible to demonstrate.

With that in mind, if from inner conviction, you have determined that destiny is something predetermined out of your control, so will be. On the other hand, if you consider that you are creating your destiny, in this case, you consciously assume responsibility for what takes place in your life, your choice is always realized. What you choose is what you receive.

Whichever conception of the world you decide to adopt, the truth will always be on your side. You do not need to fight for happiness and prosperity, you can simply choose a variant that pleases you.

Our nature is unique in its dual aspect of polarization, always flowing to and fro from negative to positive and so on. Scientists, to avoid contradictions try with great difficulty, to unify the different manifestations of reality. But there is only one fact that unifies all the branches of present intellectual knowledge: and that is the diversity and multifaceted aspect of our reality.

Quantum physics tells us, that it is the act of observing an object that causes it to be there where and how we observe it.

An object does not exist independently of its observer! So, as you can see, your observation, your attention to something, literally fixes it and through your mind and organs of sense you perceive it as material reality. This is scientific proven experiment. Our world is created from Consciousness, it is Consciousness, expressing Itself as Spirit, Mind and Body

Each of those three, Spirit, Mind and the Body, has a function that is unique to it. What you see with your eyes and experience with your body is the physical world, which we shall call the body. The body is an effect, created by a cause, this cause is Thought.

Body cannot create. It can only experience and be experienced … that is its unique function.

Thought cannot experience, it can only make up, create and interpret. It needs a world of relativity (the physical world, the body) to experience itself.

Spirit, Consciousness is All That Is, that which gives life to thought and the body.

The body has no power to create, although through the faculty of thinking it gives the illusion of power to do so. This illusion is the cause of much frustration and limitations. The body is purely an effect and has no power of itself.

The key of all this information is how do you learn to interact with the universe differently than you do now so that you can make a transition from involution to evolution and start to manifest and experience your true Heart's Desire.

By Fernando M. Branco.

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Clarissa Marchesan
Was, du bist schon wieder hinein gefallen?

 

Es ist doch immer das Gleiche, denkst du

Da habe ich es irgendwie verstanden und denke:" Wow, wie toll ist das denn?"

Und dann beim nächsten Mal, erwischt es dich doch wieder.

Ich möchte Euch mit diesem Impuls Mut machen, immer an Euch zu glauben, auch wenn es mal dann nicht rund läuft.

 

Nach meinem letzten Video bekam ich viele Mails. Einige von Euch haben sich bedankt, für andere war es noch sehr schwer nach vollziehbar.

Ich muss sagen, der Weg des Erkennens ist teilweise nicht gleich zu verstehen. Bei mir hat sich grundlegende Dinge geändert. Ich fühle mich freier. Die unnötigen Gedanken, gekoppelt mit schlechtem Gewissen, hatten es früher nicht zugelassen, dass ich ein viel glücklicheres und zufriedenes Leben hatte.

Mich hat eine Mail sehr berührt, weil es mir vor ein paar Tagen genauso erging.

Ich saß mit einem Freund zusammen. Wir unterhielten uns über dies und das. Ich erzählte ihm etwas über meine Söhne, was mich sehr berührte und beschäftigte. Darauf antwortete er mir, dass ich meine Kinder eh sehr verwöhne und alles immer zu positiv sehr und, und, und....

Ich guckte ihn an und dachte mir: " Okay, er möchte seine Sachen, die er im Kopf hat los werden. Er muss das jetzt sagen..." 
Es ging für mich eine Weile ganz gut. Ihr wisst ja, was ich in den vorherigen Videos über das Denken und über die Kommunikation/ Interpretation mit normalbegabten Menschen gesagt habe.

Normalbegabte Menschen denken linear. Es kommt ein Gedanke, dieser muss sofort ausgesprochen werden, damit der nächste Gedanke wieder gedacht und ausgesprochen werden kann. Es ist nicht böse gemeint. Im übrigen ist das auch im Schriftlichen und im Visuellen so ähnlich - darauf werde ich in einem der nächsten Impulse zurück kommen.

Doch jetzt erst einmal zurück zum Gespräch mit diesem Freund. Die " Beschuldigungskaskade"- so fühlte es sich für mich mittlerweile an - hörte nicht auf.
Es wurde immer unerträglicher für mich, mir diese Dinge anzuhören.
So langsam wollte meine neue Einstellung im Gespräch mit normalbegabten Menschen nicht mehr greifen. Ich fühlte mich immer mehr in die Ecke gedrängt.
Es ging schließlich um meine Kinder, die ich so sehr liebe und für die ich immer alles tun werde.

Ich wurde aus meiner Sicht angeklagt, dass ich Schuld sei, wenn meine Kinder - laut seiner Beobachtung- nichts auf die Reihe bekämen. Ich habe es wirklich in diesem Gespräch von Anfang an versucht nicht auf diese Äußerungen einzugehen, aber es platze in mir immer mehr die berühmte Hutschnur.

Ich dachte: Okay, früher hast du vor lauter Wut und Verzweiflung in solchen Fällen Geschirr zerdeppert.
Das will ich aber nicht mehr.
' Erstens hast du nicht mehr soviel Teller und Tassen und Zweitens hast du noch die süße Katze, die diesen Lärm gar nicht verstehen kann', dachte ich.

Es ging noch eine Weile gut doch dann brach es aus mir heraus.

Ich bat ihn zu gehen und sagte ihm, dass ich mit ihm nicht mehr über meine Söhne diskutieren werde.

Ich war furchtbar wütend.
Wütend auf meinen Kumpel und eigentlich richtig sauer auf mich. Ich konnte diese Kommunikation wieder nicht aushalten.

Was war da passiert? Ich dachte, ich hätte das Spiel durchschaut?

Ich musste raus, meiner Wut Luft zu machen. Schnellen Schrittes ging ich durch meinem Wedding. Nach ein paar Blöcken später setzte ich mich auf einer kleinen Mauer musste weinen. Was war da passiert?

Es wurde mir nach und nach klar.

Wenn ich emotional in einem Thema hänge, dann wird das mit der Kommunikation/ Interpretation schwieriger. Die Vorgehensweise ist dieselbe.

Es  wird ein Thema kommuniziert, es wird interpretiert und es wird milde drüber hinweggelächelt. Ganz einfach!

Ich überlegte mir, wie ich in solch Situation besser souveräner gestalten könnte.

Mir fiel ein, dass ich Joel vor längerer Zeit etwas erzählt hatte, was er gar nicht hören wollte. Wir hatten uns über Sexualität unterhalten. Da er sehr frei über seine Sexualität gesprochen hatte, habe ich ihm etwas über mich erzählt. Nichts detailliertes nichts konkretes. Ich ließ es im Allgemeinem. 

Er guckte mich ganz verwundert an und hielt sich die Ohren zu und wiederholte ganz oft hintereinander das Wort: " Katzenbabies, Katzenbabies,....!"

Wir mussten laut darüber lachen.

Jetzt, wo ich mich an diese Situation mit Joel erinnere, musste ich wieder lachen. Der Streit mit meinem Kumpel war nicht mehr so schlimm. Ich beschloss in Zukunft diese Methode bei emotionalen Themen anzuwenden.

Was soll ich sagen: Die Gelegenheit ließ nicht lange auf sich warten.

Als ich wieder nach Hause kam, stand mein Kumpel vor meiner Tür und wartete auf mich. Er wollte sich entschuldigen. Im nächsten Augenblick sagte er aber, dass er aber auch ein wenig Recht gehabt hätte. Und er wiederholte die Aussagen, die mich 1 Stunde vorher zur Weißglut brachten.
Ich guckte ihn an und dachte nur noch; " Katzenbabies, Katzenbabies...!"

Es funktionierte! Ich war nicht mehr sauer. Ich konnte ihn reden lassen und ihm sagen, dass ich froh bin, dass wir uns wieder vertragen haben. 

Es war wirklich viel entspannter. Natürlich war es, wie immer ein Gespräch zwischen Hochsensiblen Hochbegabten und einem Normalbegabten, nur mit dem einen Unterschied. Ich fühlte mich nicht mehr unwohl oder angegriffen,da ich emotional sehr betroffen war. 

Das innerliche Aufrufen der "Katzenbabies" lässt mich von einer Sekunde zur anderen an etwas anderes denken.
Ich bin nicht mehr in diesem Gefühlsgeflecht gefangen.
Denn auch bei diesem Thema spricht er einen Gedanken aus,den er im Kopf hat, um den nächsten Gedanken wieder Platz zu schaffen. 

ich bin sehr froh,dass mir dass mit den Umgestalten meiner Gedanken durch die "Katzenbabies" wieder eingefallen ist.
So macht es mir nichts mehr aus,wenn es wieder Im Gespräch um meine Kinder geht.

Ich habe die Wahl des Umgestaltens und das macht mir Mut und Spaß mein  Leben weiterhin so schön und kreativ zu gestalten.

Eure

Clarissa

 

 

 

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Joël Marchesan
Er gab mir Halt, als mein Weg steinig und unsicher war. Durch Höhen und Tiefen konnte ich stets auf seine Unterstützung zählen und auch wenn er nicht richtig laufen konnte, hielt er stets mit meinem Tempo Schritt.Kurz gesagt: "Er war mein längster und robustester Wegbegleiter auf dem Jakobsweg."

Gemeint ist selbstverständlich mein Pilgerstab, welchen ich in den Pyrenäen einer Haselnuss "entlieh". 

 

Unsere Geschichte begann in Oloron (das Ziel eines früherem "verlängertem" Tagesmarsches). Kurz bevor Roland und ich uns zum Fuß der Pyrenäen auf machen wollten, kam ich auf die brillante Idee einen der vergessenen, morschen "Wanderstöcke" mitzunehmen. Natürlich suchte ich mir den besten und stabilsten dieser halbgeraden Astleichen heraus.

Gut ausgestattet und ausgerüstet machten wir uns auf den Weg. Es war ein gutes Stück im Wald, als ich auf den genialen Einfall kam mit meinem Pilgerast und den Wegsteinen Golf spielen zu wollen. Wie ein Profi stellte ich einen kleinen Kiesel auf einen größeren, zielte auf den steilen Abhang des Weges und rief noch: "Guck mal Roland!", während ich mit dem Stock zum Schlag ausholte. Der Stock traf den Stein -den größer, nicht den kleinen- und auf einmal Stand ich nur noch mit einem Holzgriff in der Hand vor dem Steilhang. Der Rest meines geliebten Wanderstocks hörte ich ein paar Sekunden in den Abgrund purzeln. Immer noch den Astfetzen haltend schaute ich zu Roland und wir beide fingen lauthals zu lachen an. 

Belustigt von der Situation, aber ohne einen Wanderstock, ging ich ein paar Meter, bis ich Roland fragte, wie ich den einen richtigen Stock, der eines großen, weisen und bescheidenen Pilgers wie mir auch würdig ist. "Guck mal auf dem Weg nach Haselnussen, das ist guten Holz für einen Pilgerinstab.", riet er mir mit schweizer-französischem Akzent. Keine drei Schritte weiter sah gleich drei Haselnüsse auf dem Boden und ein Stück weiter einen  Ast, wie ich ihn mir nicht besser hätte vorstellen können. Frische braune Borke, eine kleine Kurve am oberen Ende und die perfekte Breite. Wir machten uns gleich ans Werk mit meinem Taschenmesser (auch ein Schweizer) meinen neuen besten Freund aus dem Baum zu befreien. Zuletzt kam noch ein Bisschen Griff reingeschnitzt und fertig war er, mein waschechter, eigener Pilgerstab. Endlich war meine Pilgerausrüstung vollständig und ich fühlte mich seit dem wie ein echter Pilger.

 

So fand ich zu meinem steten Wegbegleiter, der mir den Weg durch Berg und Tal deutlich erleichterte und meine Knie merklich entlastete. Es gab Male, an denen ich ein paar Kilometer zurück lief, nur um ihn zu holen. Dafür bot er mir sogar Obdach vor einem Gewitter, doch davon erzähle ich besser ein anderes Mal.

 

Joël Marchesan

 

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Maria Horn

Lernen am Modell

Lernen am Modell bzw. durch nachahmen bringt uns in die Kommunikation mit unseren Mitmenschen.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, das wir durch Nachahmung unserer Vorbilder (in erster Linie unsere Eltern, Geschwister, Verwandte, Freunde....) lernen zu kommunizieren und uns zu artikulieren. Natürlich entwickeln wir im Laufe der Zeit unsere eigene Persönlichkeit, dennoch ziehen sich bestimmte „ Muster“ durch unser Leben, da die frühkindliche Prägung einen großen Anteil an unserer Persönlichkeit hat. Meist ist es sogar so, dass wir als Tochter viel von unsere Mutter / Oma und als Sohn viel von unserem Vater/Opa übernehmen, auch um dem Rollenbild innerhalb der Gesellschaft gerecht zu werden.

Diese Verhaltens- und Kommunikationsmuster sind teilweise sehr hilfreich, können allerdings auch in bestimmten Situationen hinderlich wirken, wenn wir aufgrund der „Übernahme von Verhaltensmustern“ weniger gut in der Lage sind unser volles Potential zu leben, so wie wir es eigentlich wollen.

Durch Bewusstwerdung unseres Verhaltens und auch der Feststellung, welche Rollenbilder wir übernommen haben ist es einfacher, dieses wenn nötig abzulegen oder zu verändern, die Emotionen zu verarbeiten und ein für uns besser wirkendes Verhaltensmuster anzulegen und zu trainieren.

Aus meiner Erfahrung heraus kann ich bestätigen, dass einige der Verhaltensmuster, die ich von meiner Familie übernommen habe sehr hinderlich auf meine persönliche Entwicklung und Kommunikationsfähigkeit (besonders bei Konflikten) eingewirkt haben. Als ich anfing diesen wie ein Detektiv auf die Spur zu kommen war ich teilweise sehr erstaunt, wie weitgreifend bestimmte „Einstellungen“ zurück reichen, und als ich dann verstand, wozu sie einmal nützlich waren konnte ich diese gut verabschieden, da sie mit mir persönlich eigentlich nicht wirklich etwas zu tun hatten. Es ist wie, als würden wir die Erfahrungen, die unsere Eltern oder Familie und Freunde gesammelt haben teilweise noch einmal „nachleben“, da wir unbewusst aufgrund unserer Prägung dahin steuern. Ich bin aus der „Schachtel“ bzw. Begrenzung ausgebrochen und konnte mich somit optimaler nach meinen Bedürfnissen und Wünschen entfalten und Leben, mit einem guten Gefühl “anders“ zu sein.

Das Bewusstwerden und bewusst verändern hat mich mehr zu mir selbst und zu meinen wirklichen Potentialen geführt.

Ich möchte Dich einladen, Dir einmal Dein Verhalten bewusster anzuschauen, besonders in Situationen, in denen Du Dich anders verhältst als Du es Dir eigentlich wünschst. Dann überprüfe mal für Dich, von wem Du dieses Verhlaten kennst.

Wenn Du soweit bist, kannst Du auch hinterfragen, wozu dieses „Muster“ einmal gut war und wo es Dich behindert. meistens fällt es Dir dann einfacher, wenn es bewusst ist, damit umzugehen und es zu verändern! Bleib bitte liebevoll mit Dir, denn alles „schlechte“ hat auch sein „gutes“!

 

Wenn Du gern Unterstützung dabei hättest, dann melde Dich gern bei mir!

Wir können via Telefon, Skype oder auch persönlich an Deine Verhaltensmuster kommen, sie aufdecken, bewusst machen und verändern, sodass auch Du in Dein volles Potential kommst, alle Deine Situationen gut meistern kannst und die Emotionen verabschieden kannst, die Dich daran hindern, dass umzusetzen was DU Dir wünschst.

 

Ich freue mich ebenfalls über Dein Feedback zu Deinen eigenen Erfahrungen und wünsche Dir viel Spaß bei Deiner Selbststudie!

Alles Liebe,

Maria

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Maria Horn

 

Lebensfreude

Mehr Lebensfreude ich sicherlich bei vielen von uns ein Thema, besonders dann wenn mal wieder „gar nichts läuft“ oder wir einfach nicht so voran kommen wie wir uns das wünschen.....aber auch im Alltag gibt es viele Glücksmomente, die wir teilweise nicht wahrnehmen und die unsere Lebensfreude durchaus steigern könnten.

In Momenten des Frustes, der dann aufkommt haben wir die Möglichkeit einzusteigen und uns darin zu suhlen und zu baden oder aber auch bewusst STOP!!!! Zu sagen und einzulenken.

An all diejenigen unter Euch die sagen, JA mehr Lebensfreude passt zu mir und das tut mir gut und ich will viel glücklicher oder zufriedener sein und das ganz einfach und auch bewusst genießen können, hier mein Tipp, der sich auch für mich bewährt hat.

Aus dem Mentaltraining bekannt und auch von Wissenschaftlern bewiesen, sind positive Bilder von unseren Zielen. Wenn Du schon weißt, wohin Du willst oder wie Du Dich verhalten möchtest, wer oder was Dich bremst und wer oder was Dir Kraft gibt und Dich beflügelt ist die Entscheidung, das zu wählen, was Dir gut tut und Dich gut fühlen lässt sehr einfach.

Darauf basiert auch meine Erfahrung und wurde durch viele meiner Coachees bestätigt.

Du nimmst Dir also am besten ein Blatt und schreibst es auf, dadurch hast Du es auch genau vor Augen.

Auf der einen Seite schreibst Du auf, was oder wer Dich bremst, in welchen Situationen Du Dich unwohl fühlst, was Du nicht geschafft hast obwohl Du es doch gern wolltest und all die Gefühle oder Gedanke, die Dir dazu einfallen.

Auf der anderen Seite schreibst Du auf in welchen Situationen, mit welchen Menschen Du glücklich und zufrieden bist und welche Aktivitäten Dir Spaß machen und Kraft geben.

Dann definierst Du klar DEIN ZIEL (am besten über eine Vorstellung, die so präzise wie nur möglich ist. Male sie Dir ganz genau in allen Einzelheiten aus). Schreib dieses bitte am besten unten mit auf den Zettel.

Und wenn Du Dich dann fragst, was brauche ich eigentlich damit ich da gut und einfach hinkomme und was hindert mich vielleicht daran, dann ist es für Dich viel einfacher, das was Dir gut tut und die Menschen mit denen Du Dich gut fühlst mehr Raum in Deinem Leben zu geben. Diesen Zettel, Du kannst auch ein Bild mit Deinem Ziel und den Weg aufmalen schaust Du Dir am besten täglich mehrfach an, sodass sich das Glücksgefühl auch regelmäßig durch Betrachtung und kurzes “Einfühlen in das Ziel” einstellen kann. Wenn Du lieber Musik hörst, die Du in Verbindung mit Deinem Ziel bringst, dann hör Dir den Song regelmäßig an oder Singe Den Ziel. Nur eines ist wichtig, die guten Gedanken, wenn Du an Dein Ziel denkst:-)

Du wirst merken, dass wenn Du Dir diese Glücksmomente mehrfach täglich hervorrufst und Du auch Deinen Alltag entsprechend gestaltet, sich automathisch mehr Lebensfreude einstellt.

Das was Dich bremst oder Menschen, die Dir nicht gut tun, gibst Du zukünftig einfach viel weniger Raum, sodass auch diese die Möglichkeit zur Veränderung haben.

 

Und wenn Du meinst, dass eine Unterstützung oder ein Impuls nötig ist, um Dein ZIEL zur erreichen oder zur Verwirklichen, dann melde Dich gern mir!

Ich freue mich darauf!

 

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei dem Erreichen Deiner Zielsetzung, viele schöne Glücksmomente und mehr Lebensfreude!

Alles Liebe,

Maria

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Jennifer Besseler

 


Hallo Ihr Lieben,

„Wer nicht an Wunder glaubt ist kein Realist“ ~David Ben Gurion~ 

Dieses Zitat gehört zu meinen Liebsten.

Warum? 

Es berührt meine Seele und beschreibt woran ich zutiefst glaube.

Ich bin davon überzeugt das jeder Mensch, alles in sich trägt um seine Ziele und seine Herzenswünsche zu leben. 

Wichtig ist das Du Dich kennst. Das Du bereit bist für das zu gehen was Dir wichtig ist.  Dazu gehört das Du ehrlich mit Dir bist, dass Du Dir Deiner Selbst bewusst bist.

Warum? ...ein Mensch der sich kennt, der weiß wie er tickt. Der seine Werte und seine Überzeugungen kennt, der weiß was ihn wann warum antreibt. Und er hat den Mut das zu verändern was bzw. womit er sich selbst aufhält. Er ist bereit sich selbst so zu lieben  wie er ist.

Deine Selbstversntwortung, Deine Liebe zu Dir selbst, stärkt Dich. Du schenkst Dir Vertrauen durch jede Handlung die Dir gut tut. Jeder liebevolle Gedanke nährt Deine Seele und fördert Deine Gesundheit maßgeblich- das ist inzwischen mehrfach Wissenschaftlich bewiesen.

Bist Du jemand der sagst: „Yes! Genau so.“

Oder gehörst Du zu den Menschen die sagen: „ klingt ja toll Jennifer, aber...dass liest sich bloß gut.... das ist unrealistisch!“...?

Wisst Ihr, ich sage nicht das die oben beschriebene Haltung von jetzt auf gleich da ist. 

Ich bin jedoch zutiefst davon überzeugt, dass jeder und ich meine wirklich jeden der wirklich wirklich will, es schaffen kann diese Haltung in sich und aus sich heraus zu entwickeln.

Diese Haltung ermöglicht es Dir kraftvoll, in tiefen Vertrauen das zu realisieren was Du Dir von Herzen wünscht. Du kannst sie entwickeln. Stück für Stück.

Genauso wie sich ein Baby im Leib seiner Mutter entwickelt. So kannst Du diese geistige Lebenshaltung entfalten.

Wir Menschen sind von Natur aus so konzipiert, dass wir uns stetig entwickeln. Von Anfang an. ...erst sind wir ne Zeelle, gut eine befruchtete Zelle 😉... einige Wochen später fängt unser Herz an zu schlagen, wir fühlen bereits im Mutterleib was uns gut tut und ob wir geliebt werden.  Dann werden wir geboren und können von einem Moment auf den anderen Atmen... wieder ein Jahr später laufen wir...fangen an zu sprechen. Gibt es ein größeres Wunder als ein Baby das sich im Körper seiner Mutter entwickelt. Dieses Wunder ist Realität.

Ist doch fantastisch womit wir von Natur aus ausgestattet sind!  Die Natur, das Leben selbst zeigt uns das immer viel mehr möglich ist als das was unser Verstand uns glauben machen will.

In diesem Sinne wünsche ich Dir Kraft, Mut und Neugierde!

Ich wünsche Dir, dass Du Dich so bedingungslos annimmst und Liebst, wie eine Mutter ihr Baby, ihr Kind liebt! Ich wünsche Dir das Du Dich, aus dieser Liebe heraus so stärkst, dass Du Dir Dein Leben so gestalltest, das Du zutiefst glücklich und zufrieden bist. Du hast alles in Dir was Du dafür brauchst.

Du Bist das Wunder.

Alles Liebe,

Jennifer

 

 

 

Clarissa Marchesan header
Clarissa Marchesan

 

Das Leben souveräner gestalten

Immer der Spielball für andere zu sein, immer das Gefühl haben, nicht richtig zu sein und nur um geliebt, verstanden und akzeptiert zu werden, sich deswegen zu verbiegen, kann ganz schön anstrengend sein.

Durch unsere Prägung in der Kindheit und die Sozialisierung in der Gesellschaft kennen wir nur diese und ähnliche Muster und akzeptieren es im besten Fall.

Es entsteht ein falsches Selbstbild und das kann zu fatalen Folgen führen.

Doch das Leben hat was anderes mit uns geplant.

In diesem Video möchte ich Euch Mut machen, zu euch zu stehen und das Leben als ein Wunder volles Spiel zu betrachten.

Es macht Spaß seine Souveränität zu entdecken und seine Kreativität und seine Kraft wieder zu erlangen.

 

 

Für mich hat die Souveränität in meinem Leben zu mehr Lebensqualität geführt. Ich fühle mich viel wohler und bin glücklicher in den Begegnungen der  Menschen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Ihr könnt euch bestimmt noch erinnern, als ich anfangs erzählt, wie schwierig es für mich war, die normalbegabten Menschen in ihrer Kommunikation zu verstehen. Ich bezog immer alles auf mich und nahm jede Bemerkung als Vorwurf und Angriff an. Dadurch habe immer mehr an mir gezweifelt.. Ich fing schon als Kind mich zuverbiegen und die schuld bei mir zu suchen. Ist doch klar: Wenn 100 Menschen sagen, dass ist falsch. dann glaubst du es irgendwann und vertraust nicht mehr deinem Gefühl und orientierst dich nach außen. Ich wollte doch dazu gehören und verstanden werden. Ich wollte geliebt werden.

Heute weiss ich, dass die Kommunikation mit normalbegabten Menschen eine Interpretation von mir ist. Dadurch dass ich jedem Menschen liebevoll und voller respekt begene und auch noch voraussetze, dass mein Gegenüber genauso fühlt und denkt, wie ich, ist mein Erstaunen und oft das Gefühl des Verletzseins sehr groß.

Heute gelingt es mir, dass ich mit einem Lächeln die Situation souverän meistern kann. Das hat nichts mit Aroganz, oder Überheblichkeit zu tun. Im Gegegnteil, ich verstehe meinen Gegenüber besser

Eure

Clarissa