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Holger Schackert

Selbstbildentwicklung von hochsensiblen Hochbegabten
So war es bei mir:

Ich hatte das Glück, sehr feinfühlige Eltern zu haben. So stand meine Hochbegabung bereits im ersten Kindergartenjahr fest. Hochsensibilität war damals zwar der breiten Masse noch eher unbekannt - doch meine Eltern sagten mehr als einmal, daß mir nichts, aber auch gar nichts entginge - und daß man mich nicht täuschen könne. Da war ich drei.

Als ich mit fünf die Märchen vom Osterhasen und von Weinnachtsmann durchschaute, war ich bocksauer, so lange dermaßen dreist angelogen worden zu sein.

Mit acht weigerte ich mich, ein zweites Mal zur Beichte zu gehen mit den Worten: "Ihr lauft da alle hin, und es ändert sich nichts."

Übel war die Schule, vor allem ab der 7. Klasse in einem Nonneninternat. Im Abizeugnis stand schließlich je ein GnadenVierer in Religion, Deutsch und Geschichte, weil ich regelmäßig die Ungereimtheiten und Brüche ansprach und die Lehrer genauso regelmäßig zum Stottern brachte.

Als wir ab der 10. Klasse endlich nachmittags ohne Aufsicht aus dem Kloster durften, saßen alle anderen im Café - und ich tankte im Wald Kraft, lernte die kostbare Stille über alles lieben.

Ich lernte, daß Bäume und Blumen keineswegs nur stumm dastehen, sondern daß sie Wunder-voll kommunizieren können. Nicht auf deutsch oder englisch, sondern via Empfindungen. Ich lernte ganz allmählich, mein Denken zum Schweigen zu bringen, Sekundenbruchteile zuerst, doch bereits diese nur Sekundenbruchteile waren Offenbarung. Ich lernte, daß unsere Mutter Natur Frieden ist. Und daß sich Bäume, Blumen, Tiere groß und klein, der Bach und das Meer nichts sehnlicher wünschen als Frieden und Stille ...

Ich lernte ganz allmählich, wenn unsere Gedanken schweigen - dann erkennen, dann wissen wir, daß alles uns umgebende Leben zu reden, sich mitzuteilen vermag.

Alles Leben sehnt sich nach Frieden. Frieden wird nicht durch Waffen erreicht, sondern durch Verständnis, durch Wohlwollen .... und weiter mit Vergeben, um Vergebung bitten und solches nicht mehr tun. Wer es erkannt hat, der lebt es vor. Es zieht Kreise ...
(wie in jener Geschichte vom 100sten Affen).

 
entwicklung
ist auswicklung
von fähigkeiten
die verborgen zuvor
entwicklung gleicht
geschenke auspacken
beschenke dich selbst
indem du dich
einfach
entwickelst ...

noch mag das ziel
kaum sichtbar sein
und doch ist es da:
so habe geduld
die dinge sind in bewegung
sie treten hervor
zu ihrer zeit

kurz vor dem ziel
ist oftmals
die dunkelste nacht
in welcher
der mensch geprüft wird
ob er trägt in sich
die reife für große ziele
so habe geduld
die dinge sind in bewegung
sie werden sichtbar für alle
zu ihrer zeit

 

Über die Autorin:

grille
Mein Motto:
kunst! - als bild - als buch - und mehr
Berufung:
die dinge hinter den dingen - die horizonte hinter den horizonten - ... UND: es gibt immer & für alles eine gute Lösung
eMail:
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Weitere Netzwerke:
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Coach für hochsensible Hochbegabte der Akademie Tutorium Berlin


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